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Die Rennschlitten-Legenden des ESV Lok bei der Jubiläumsgala zum "70." in der Neuen Welt (v. l.): Ulrich Hahn, Bernd Hahn, Harald Ehrig, Petra Völkel (ehemals Tierlich), Heike Perini (ehemals Popel), Armin Hahn.

Foto: Ralph Köhler

Stars von einst als Vorbild und Ansporn

In keiner Sportart hat die Robert-Schumann-Stadt so viele Weltklasseathleten hervorgebracht wie im Rennrodeln. Ein halbes Dutzend von ihnen feierte zum Vereinsjubiläum ein freudiges Wiedersehen.

Von Thomas Croy
erschienen am 20.03.2017

Zwickau. Zwickau ist früher nicht nur ein Zentrum des Steinkohlenbergbaus gewesen, hier wurden und werden auch sportliche Rohdiamanten zu Tage gefördert. Für das größte Aufkommen sorgen seit Mitte der 50er Jahre die Rennrodler des ESV Lok. Zahlreiche Medaillengewinner bei Olympischen Winterspielen, Welt- und Europameisterschaften sind aus der Zwickauer Talenteschmiede hervorgegangen und haben später in Oberwiesenthal den Feinschliff verpasst bekommen.

Bei der Festveranstaltung anlässlich des 70-jährigen Bestehens des ESV Lok gab es in der Neuen Welt ein Wiedersehen mit einigen Stars von einst. Die Brüder Bernd (62) und Ulrich Hahn (61), Weltmeister 1974 in Königssee sowie 1975 und 1981 in Hammarstrand, Harald Ehrig (67), Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo, Petra Völkel (72/ ehemals Tierlich), Weltmeisterin 1969 in Königssee , Heike Perini (55/Popel), Vize-Europameisterin 1984 in Olang (Italien), und Armin Hahn, 1972 mit Horst Müller Dritter der DDR-Meisterschaften im Doppelsitzer, waren herzlich begrüßte Ehrengäste der Jubiläumsgala. Nicht dabei sein konnten Cerstin Schmidt (54), Weltmeisterin 1987 in Innsbruck-Igls und Olympia-Dritte 1988 in Calgary, sowie der im August vergangenen Jahres verstorbene Michael Walther, Weltmeister 1985 in Oberhof. Ihre großartigen Leistungen sind Ansporn und Vorbild für die Schlittensportler der heutigen Generation.

Auf eine recht erfolgreiche Saison können die Rennrodler des ESV Lok Zwickau zurückblicken. Sachsenmeister wurden Isabell Richter (Jugend A), Sina Zöllner (Jugend B), Liron Raimer (Jugend E), Tobias Lenk (Breitensport Herren), Emily Fischer (Breitensport Juniorinnen) und Tim Jungheinrich (Breitensport Junioren). "Auf unsere sechs Sachsenmeister sind wir natürlich stolz", betont Abteilungsleiter André Hederer. "Leider hat es dieses Jahr nicht mit nationalen Titeln geklappt."

Bei den deutschen Meisterschaften der Jugend B in der Eisarena am Königssee holte Pascal Kunze hinter Martin Nankov (RRC Zehla-Mehlis) zweimal Silber: im Einsitzer und im Mannschaftswettbewerb mit dem Team Sachsen. Bei den Mädchen belegte Sina Zöllner hinter Merle Fräbel (RT Suhl) und Enola Brünner (RRC Altenberg) den 3. Platz. Vereinskollegin Melina Fischer wurde Siebente. Ebenfalls auf dem Bronzerang landete Isabell Richter bei den deutschen Meisterschaften der Jugend A weiblich in Winterberg. Sie musste nur Lokalmatadorin Sophie Gerloff (BSC Winterberg) und Jessica Degenhardt (RRC Altenberg) den Vortritt lassen. Beim Deutschen Jugend-Cup belegte Isabell Richter (Jugend A) in Oberhof den 2. Platz, während Sina Zöllner (Jugend B) in Winterberg als Vierte um Haaresbreite das Podium verpasste. Ihr fehlten nur 0,16 Sekunden zu Bronze.

Im Nationencup erreichte Chris Eißler mit 337 Punkten hinter Kevin Fischnaller (Italien/407) und David Gleirscher (Österreich/368) Rang 3, gefolgt vom Kanadier Samuel Edney (333) und dem US-Amerikaner Taylor Cloy Morris (298). Sein bestes Ergebnis war der 2. Platz in Altenberg hinter dem Österreicher Reinhard Egger. Im Gesamtweltcup landete der Planitzer auf Rang 39.

Im Nachwuchs-Weltcup der Doppelsitzer belegten Tobias Heinze und Maximilian Illmann bei den Junioren den 8. Platz der Gesamtwertung. Dominik Dietrich und Patrick Müller wurden Gesamt-Siebente in der Jugend A, und das, obwohl sie nur an zwei von sechs Wettbewerben teilgenommen haben.

 
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