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Mario Nagler (r.) wird beim Wurfversuch vom 2,08-Meter-Hünen Anthony Okao behindert. Im Hintergrund Adrian Melski.

Foto: Ralph Köhler

Viel Krampf im Abstiegskampf

Die Rollstuhlbasketballer sind gerettet, der FSV hat die Abstiegszone verlassen. Dafür müssen mit dem ZHC und den Basketballern jetzt zwei andere Zwickauer Teams um den Klassenerhalt bangen.

Von Thomas Croy
erschienen am 21.03.2017

Mosel. Drei Spieltage vor Saisonende spitzt sich der Abstiegskampf in der 1. Regionalliga Südost zu. Während die GGZ Baskets Zwickau mit dem 79:96 (19:24, 37:47, 52:75) gegen den MTSV Schwabing ihre vierte Niederlage in Folge hinnehmen mussten, hat die einen Platz vor den Westsachsen rangierende BG Leitershofen/Stadtbergen gegen den Tabellenzweiten Bad Aibling überraschend gewonnen (97:94). Als Drittletzter würde es die Muldestädter erwischen, wenn aus der 2. Bundesliga Pro B zwei Mannschaften absteigen. Dass die Uni-Riesen Leipzig mit einer hohen Niederlage in die Play-downs gestartet sind (64:94 in Nördlingen), ist wenig hilfreich.

Die Misere für Zwickau begann Ende Januar mit der unnötigen Heimniederlage gegen Jena (87:88). Das Spiel hat nicht nur die Punkte, sondern enorm viel Selbstvertrauen gekostet. Man spürt: Die Mannschaft ist nicht frei in den Köpfen, grübelt zu viel, verkrampft und lässt schnell die Köpfe hängen, wenn es nicht nach Plan läuft. Zudem war das Team in den letzten Wochen von Verletzungen gebeutelt. Hendrik Bellscheidt plagten Leistenprobleme. Mario Nagler hat sich im Spiel gegen Bayreuth einen Finger gebrochen. Wegen der Prüfungszeit fehlte häufig der eine oder andere Student. Beim Training waren teilweise nur fünf, sechs Spieler anwesend.

Maßstab sollte der Sieg gegen Oberhaching Mitte Februar sein. Da imponierte Zwickau mit Willen und Kampfgeist. In jener Partie ließ man sich auch durch Fehler nicht von der Linie abbringen, blieb konzentriert. "Da haben wir immer auf uns selbst geguckt. Jetzt schauen wir viel zu oft, was der Gegner macht", bemängelt Trainer Stephan Wolf, der derzeit selbst krank ist (Kehlkopfentzündung) und erst ab Donnerstag wieder an Bord sein wird. "In der Verteidigung sind wir oft einen Schritt zu langsam - körperlich und geistig. Man merkt, dass wir nicht am Limit trainieren. Es fehlt die nötige Intensität." Das nutzen die Kontrahenten gnadenlos aus: In den letzten vier Spielen bekam Zwickau insgesamt 407 Punkte eingeschenkt.

Das Restprogramm: Die GGZ Baskets müssen noch in Vilsbiburg (2.), gegen Ansbach (10.) und in Rosenheim (9.) ran. "Wir können jedes Team schlagen, aber nur, wenn wir gut vorbereitet sind und als Einheit agieren", betont Wolf. "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir können und was uns stark macht." Die Devise: alles in die Waagschale werfen und um jeden Ball kämpfen.

Statistik Zwickau: Andrus (10), Bassl (16), Bellscheidt (17), Endig (7), Fraas (6), Linke, Melski (8), Nagler (12), Ulbricht (3, Velishaev

 
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