Lotus will vierte Macht in der Formel 1 werden

Foto: Andrew Ferraro (AFP)

Lotus plant Aufstieg zur vierten Kraft

Kimi Räikkönen hat vor seinem Comeback in der Formel 1 einen klaren Auftrag erhalten. Der ehemalige Weltmeister soll Lotus mit dem neuen Auto auf Platz vier der Herstellerwertung führen. Das sagte Gérard Lopez, Hauptanteilseigner des Teams, bei der Präsentation des E20 in Jerez. Am Dienstag wird Räikkönen bei Testfahrten in Spanien zum ersten Mal im klassisch lackierten schwarz-goldenen Wagen auf die Rennstrecke gehen.

Der Finne nimmt die Herausforderung an und ist vor dem ersten Grand Prix am 18. März in Melbourne zuversichtlich. "Viel wird vom Auto abhängen. Ein guter Wagen macht es einem das Leben leichter als einer, der nur durchschnittlich ist", sagte Räikkönen: "Mit den ersten Tests vor ein paar Wochen war ich sehr zufrieden." Damals hatte der 32-Jährige allerdings hinter dem Steuer eines zwei Jahre alten Wagens Platz genommen.

"Unsere Hoffnungen ruhen in einem starken Auto und starken Fahrern, von denen einer ein ehemaliger Weltmeister ist", sagte Lopez am Sonntag. "Ein angemessenes Ziel sollte der vierte Platz sein", erklärte der Luxemburger. Zweiter Pilot hinter Räikkönen, der sich 2009 aus der Königsklasse verabschiedet hatte und in den vergangenen beiden Jahren in der Rallye-WM gestartet war, ist der Franzose Romain Grosjean. Als dritter Pilot beim bisherigen Renault-Team kommt der Belgier Jérôme d'Ambrosio zum Einsatz.

Räikkönen hatte nach seiner Auszeit bislang kaum Anpassungsprobleme, muss sich aber dennoch erst wieder hineinfinden. "Die Regeln haben sich etwas geändert", sagte der Champion von 2007. Räikkönen hatte damals im Ferrari den Titel geholt, insgesamt hat der "Iceman" 18 Grand-Prix-Siege für die Italiener und McLaren-Mercedes geholt.

Mit dem E20, der wie die meisten Formel-1-Neuwagen über eine krumme Nase verfügt, rechnet sich Räikkönen etwas aus. "Die Leute hier wissen, wie man ein gutes Auto baut. Sie sind sehr kompetent und werden hart arbeiten, damit wir gute Resultate holen."

Renault hatte im vergangenen Jahr mit großem Rückstand zum viertplatzierten Mercedes-Team den fünften Platz im WM-Klassement belegt.

 
erschienen am 05.02.2012
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