Formel 1: Vorerst kein BörsengangFoto: MARK RALSTON (AFP)
Formel 1 verschiebt Börsengang in Singapur
Der Absturz der Facebook-Aktie hat auch den milliardenschweren Börsengang der Formel-1-AG ausgebremst: Das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, den im Sommer in Singapur geplanten Start aufgrund der derzeit schwachen Aktienmärkte und der unsicheren Wirtschaftslage zu verschieben. Das Vorhaben soll jedoch noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
"Es steht noch kein Datum fest. Aber mit all den Problemen in der Euro-Zone und an den Märkten warten wir, bis sich die Dinge ein wenig gelegt haben", sagte Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone der britischen Tageszeitung The Guardian. Es sei momentan nicht die richtige Zeit für diesen Schritt. Dies hätte ihm auch der Fall des Luxus-Juweliers Graff Diamonds gezeigt, der am Donnerstag aufgrund ungünstiger Marktbedingungen seinen Milliarden-Börsengang in Hongkong abgesagt hatte.
Ecclestone versicherte allerdings, dass der Börsengang der Formel 1 noch in diesem Jahr vollzogen werden soll: "Es gibt keine Eile. Aber der Plan ist, es bis gegen Ende des Jahres über die Bühne zu bringen. Wir warten bis Oktober oder November, wenn die Formel-1-Saison vorbei ist."
Die Formel-1-AG unter ihrem neuen Vorsitzenden Peter Brabeck-Letmathe wollte mit dem Börsengang zwischen zwei und drei Milliarden Dollar einnehmen. Allerdings hatten Experten bezüglich des Börsengangs nach dem missglückten Start der Facebook-Aktie vor einem baldigen Einstieg gewarnt. "Ich wäre im Moment sehr vorsichtig", sagte Justin Harper, ein Marketing-Stratege an der Börse in Singapur. Die Aktie des sozialen Netzwerkes hatte am Donnerstag bei 29,60 Dollar abgeschlossen, nachdem beim Börsenstart am 18. Mai 38 Dollar als Wert angegeben waren.