Helmut Marko unterstützt Sebastian VettelFoto: (pixathlon)
Red-Bull-Berater Marko nimmt Vettel in Schutz
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat nach seiner nachträglichen Bestrafung beim Großen Preis von Deutschland auch von Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko Unterstützung erhalten. "Die ganze Situation wurde von Jenson Button ausgelöst, er hat Sebastian keinen Platz gelassen und ihn hinausgedrängt", sagte Marko am Montag bei ServusTV: "Um eine Kollision zu vermeiden, musste Sebastian ausweichen." Der Strafe fehle daher die Grundlage. "Eigentlich muss es ja heißen: Im Zweifel für den Angeklagten. Das war hier nicht der Fall. Das hat einen Beigeschmack", sagte Marko.
Vettel hatte bei seinem Heimspiel auf dem Hockenheimring den bis dahin zweitplatzierten McLaren-Pilot Button in der vorletzten Runde überholt und dabei mit allen vier Reifen die Strecke verlassen. Nach dem Rennen bekam er daraufhin eine 20-Sekunden-Strafe aufgebrummt und fiel nachträglich vom zweiten auf den fünften Platz zurück.
Für Marko eine Fehlentscheidung, da Vettel sich keinen Vorteil verschafft habe. "Auf der Seitenspur hatte er keine bessere Beschleunigung. Ich kann deshalb kein Vergehen sehen", sagte der 69-Jährige. In der Vergangenheit sei in solchen Situationen zudem auch schon anders entschieden worden: "Da wird häufig mit zweierlei Maß gemessen."