Kälte, Eis und Schnee sind für die Oelsnitzer Fußballer kein Hinderungsgrund, sich intensiv auf die schwere Rückrunde vorzubereiten. Trainer André Köhler (links) achtet natürlich auf das richtige Aufwärmen. Foto: Harald Sulski
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Mannschaft bittet um ein Extra-Training
Intensiv und hoch motiviert bereitet sich Fußball-Landesligist Merkur Oelsnitz auf die am 25. Februar mit einem Heimspiel gegen den FC Eilenburg startende Rückrunde vor.
OelsnitzSelbst der Wintereinbruch konnte Trainer André Köhler und seine Männer nicht aus der Bahn werfen. Einen Tag nach dem vorigen Freitag 2:1 beim Bezirksligisten Reichenbacher FC gewonnenen Start in die Testphase absolvierten die Oelsnitzer im tiefen Schnee des Elstertalstadions zwei Trainingseinheiten.
"Der Vorschlag, die zusätzlichen Einheiten zu trainieren, kam nicht von mir, sondern aus der Mannschaft", verrät Köhler. "Das zeigt, wie ernsthaft und mit welchem Willen die Jungs den Kampf um den Klassenerhalt angehen. Wir werden vollen Einsatz bringen, um in der Endabrechnung auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen", verspricht der Ex-Profi.
"Wir müssen unser Abwehrverhalten überarbeiten."
André Köhler Merkur-Trainer
Eine besondere Rolle spielt dabei Rückkehrer Denny Buschner. "Er wird uns weiterhelfen. Seine unheimliche Laufbereitschaft, seine Präsenz auf dem Platz wird andere Leute mitziehen", ist sich sein Coach sicher. Köhler feilt gerade an einer neuen Taktik. "Wir müssen dringend unser Abwehrverhalten überarbeiten. In den letzten Partien vor der Winterpause sind wir zum Teil nach Strich und Faden ausgespielt worden. In der Defensive müssen wir endlich konkurrenzfähig werden." Mit den drei Monate gesperrten und jetzt wieder spielberechtigten Plauener Neuzugängen Alexander Grötzsch und Daniel Thiele sowie dem lange verletzten Tommy Herrmann könnte die mit 19 Gegentreffern in drei Spielen arg gebeutelte Hintermannschaft wieder mehr Halt gewinnen.
Als Kapitän führt Marco Heischkel weiter das Team auf den Platz. "Klar, ich bin schon stolz darauf, die Binde zu tragen. Aber das ist zweitrangig. Wichtig ist doch, dass im Verein wieder Ruhe einkehrt und die Mannschaft zusammenhält. Wir werden jetzt eine ordentliche Vorbereitung durchziehen, dann voll angreifen und definitiv den Klassenerhalt schaffen." Auch der Bundeswehrsoldat sieht in der Rückkehr des einstigen Publikumslieblings Buschner ein Signal. "Der Denny wird noch ganz wichtig für uns werden. Nach den Verlusten einiger Leistungsträger war seine Verpflichtung ein Lebenszeichen für die Mannschaft, den Verein und die Öffentlichkeit."
Mit Marco Weigl, Dominik Fischer (beide SC Syrau) und Steve Gorschinek (Reichenbacher FC) haben Merkur in den vergangenen Monaten drei bisherige Stützen verlassen. Zudem trägt der im Sommer aus Plauen gekommene Benjamin Matthes nach nur sieben Punktspielen für Oelsnitz nun wieder das Trikot des VFC II. Unklar ist noch die Zukunft von Stephan Große, der seit dem Rückzug des Hauptsponsors keinen Kontakt mehr zum Verein suchte, aber bei Merkur noch einen Spielerpass besitzt.
"Ich will meinem Heimatverein helfen, eine gute Rückrunde zu spielen und nicht abzusteigen", meint Denny Buschner, eigentlich ein Wirbelwind im Mittelfeld, der in den Plänen von Trainer Köhler wohl aber eine etwas defensivere Rolle einnehmen wird. "Wenn alle fit sind, haben wir eine ganz gute Truppe zusammen. Ich denke, Platz 12 könnten wir erreichen", ist Buschner zuversichtlich. "Aus den ersten beiden Spielen zu Hause holen wir vier Zähler und auch im folgenden Auswärtsspiel in Plauen ist für uns alles drin." Einer der ausschlaggebenden Punkte für seine Rückkehr sei eindeutig André Köhler gewesen. "Unter der Regie so eines Top-Mannes Fußball zu spielen, macht einfach nur Spaß."
Den will auch Robert Hofmann endlich wiederfinden. Seit dem achten Spieltag, als er beim 4:2-Sieg gegen Hohenstein-Ernstthal doppelt traf, schien dem Bezirksliga-Torschützenkönig der Vorsaison (23Treffer) der Torriecher abhandengekommen zu sein. "Ich will in der Rückrunde wieder mit meinen Treffern der Mannschaft helfen", hat sich der ruhige, bescheidene Sportsmann vorgenommen. "Wir müssen alle zusammenhalten, dann bleiben wir auch drin. Das Potenzial dazu ist vorhanden", ist sich "Hofe" sicher. Ein kleiner Schritt in Richtung alter Torgefahr ist ihm im ersten Testspiel in Reichenbach ja schon gelungen. Eine Buschner-Vorlage versenkte Hofmann in der zweiten Minute zur 1:0-Führung.
Da Merkurs Testspielpartner FSV Schleiz sein für Sonntag, 14 Uhr geplantes Gastspiel absagte, bemühen sich die Sperken für diesem Termin nun um einen Ersatz, der Lobenstein oder Irfersgrün heißen könnte.