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Max Lang schaffte das beste Ergebnis des Halbfinals.

Foto: Kristin Schmidt

Max Lang mit Rekord zur EM-Norm

Beim Halbfinalkampf der Gewichtheber-Bundesliga in Speyer war der Chemnitzer der überragende Akteur. Die Pfälzer wurden ihrer Rolle gerecht.

Von Martina Martin
erschienen am 13.03.2017

Speyer/Chemnitz. Nach wechselhaften Monaten präsentierte er sich im Zweikampf (334 kg) stark wie lange nicht, im Reißen stellte er sogar mit 154 Kilogramm einen neuen persönlichen Rekord auf: Max Lang avancierte beim ersten Halbfinalkampf der Gewichtheber-Bundesliga in Speyer mit 180 Relativpunkten zum überragenden Akteur. Damit hatte der Kapitän zwar maßgeblichen Anteil an der Saisonbestleistung seines Chemnitzer AC (CAC) von 910,6 Zählern. Den erwarteten Erfolg des Titelverteidigers, der nur Auswahlakteure aus Deutschland und Spanien in seinen Reihen hat, konnte er natürlich nicht verhindern. Bei den Pfälzern, die ihren dritten Titel in Folge anpeilen, standen dabei mit 1000,2 erstmals vier Zahlen vor dem Komma. Das passierte in der Bundesliga-Historie bisher äußerst selten. Wobei der deutsche Rekord von 1132,3 bereits seit 1997 steht: Den schaffte damals ein CAC-Sextett unter anderem mit den Ex-Weltmeistern Marc Huster und Ingo Steinhöfel.

In diese Regionen können die Chemnitzer, die vor allem auf Eigengewächse bauen, derzeit nicht vorstoßen. Deshalb ist das Ergebnis, das für den Rückkampf am 25. März vor eigener Kulisse noch Chancen offenlässt, umso bemerkenswerter. "Alle sind heiß und können bis dahin noch einiges draufpacken", meinte Trainer Andreas Rehwagen, der trotz kleinerer Unsicherheiten mit dem Gesamtauftritt seiner Truppe zufrieden war. Vor allem der Lette Ritvars Suhares hatte mit nur drei gültigen Versuchen nicht seinen besten Tag erwischt. Dennoch steuerte das 18-jährige Ausnahmetalent das zweitbeste Ergebnis (163,6) bei.

An Max Lang kam er wie übrigens auch kein Heber des Kontrahenten heran. Und der 24-Jährige selbst zeigte sich aus mehreren Gründen erleichtert. Neben der Bestleistung im Reißen brachte er im Stoßen 180 kg zur Hochstrecke und überbot damit die Zweikampfnorm für die EM, die Anfang April in Kroatien stattfindet, um 3 kg. "Es funktionierte mit sechs Gültigen bestens, ich hatte ein sehr gutes Gefühl. Und ich bin zudem froh, dass meine Schulter so durchgehalten hat", berichtete der Chemnitzer. Denn zurückliegend plagten ihn wegen einer Entzündung im Eckgelenk immer wieder Schmerzen, deshalb konnte er nicht voll trainieren und ließ vorsichtshalber auch die ersten Bundesligavergleiche 2017 aus. Seit Sonntag absolviert er nun mit der Auswahl einen Vorbereitungslehrgang auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald. "Ich hoffe, dass ich jetzt mein Programm planmäßig durchziehen kann", meinte Max Lang, der von Bundestrainer Michael Vater am Stützpunkt in Leimen betreut wird. Auch er visiert für den Rückkampf, seinem abschließenden Test für das kontinentale Championat, weitere Steigerungen an.

Im Bereich seiner Rekorde stieß auch Kurt Perthel in der Aufbauphase schon wieder vor. Im Reißen stellte er seine Bestleistung (145) ein, kam auf 140,6 Punkte. Philip Kudzik überzeugte nach makellosen Auftritten (140,0) gleichfalls.

 
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