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Der Chemnitzer Max Lang mit der wertvollen Porzellantrophäe.

Foto: Gregor Winter

Max Lang sorgt für eine besondere Premiere

Der Gewichtheber vom Chemnitzer AC sicherte sich den Sieg beim internationalen Turnier in Meißen. Den wertvollen Porzellanpokal nahm er aber nicht mit nach Hause.

Von Martina Martin
erschienen am 12.05.2017

Meißen. Im zweiten Anlauf hat er es geschafft: Max Lang gewann beim internationalen Gewichtheberturnier in Meißen zum dritten Mal den Pokal und sorgte damit für ein Novum. Obwohl sich in der langjährigen Geschichte der Traditionsveranstaltung, die 1971 begann und nach einer Pause seit der Wiederbelebung 2012 zum sechsten Mal stattfand, zahlreiche Weltklasseathleten auf der Bühne präsentierten - dreimal in die Siegerliste trug sich noch kein "Herkules" ein. Nachdem der 24-Jährige, der schon 2012 und 2013 triumphierte, 2016 noch knapp an diesem Vorhaben scheiterte, gelang ihm nun erstmals der Hattrick.

Nach einer souveränen Vorstellung mit sechs gültigen Versuchen blieb er mit seiner Zweikampfleistung von 343 kg (Reißen: 155 kg; Stoßen: 188 kg) nur ein Kilogramm unter seinem persönlichen Rekord (344), den er bei der EM (2x Fünfter, 1x Vierter) im April, die ja sein Höhepunkt im Frühjahr war, markiert hatte. Mit 187 Relativpunkten stellte er zudem einen neuen Turnierrekord auf, den Letten Arturs Plesnieks und den Polen Daniel Dolega (jeweils 175) bezwang er dabei klar.

"Ich fühlte mich fit und wollte nicht nur mitmachen, sondern schon wieder um den Sieg kämpfen. Diese Latte habe ich mir selbst sehr hoch gelegt. Als ich es geschafft hatte, war es deshalb für mich ein ganz besonderes Gefühl, sehr emotional", beschrieb Max Lang die für ihn entscheidenden Momente. Auch sein Trainer Michael Vater, sonst eher ein ruhiger Typ, vollführte neben der Bühne strahlend Freudensprünge. Der Lokalmatador geriet ebenso wegen der außergewöhnliche Atmosphäre in der wieder proppenvollen und ehrwürdigen Halle erneut ins Schwärmen. "Es ist echt krass, wie die Leute regelrecht ausrasten. Das sauge ich auf wie ein Schwamm", meint der U-23-Europameister von 2013, der dieses Mal gleich mehrere kontinentale Champions der Männer hinter sich ließ. "Es ist ein sehr schöner Erfolg, der viel Selbstvertrauen gibt, aber ich bekomme deswegen keine Höhenflüge", weiß Max Lang den Erfolg in der Relation zu internationalen Titelkämpfen einzuordnen.

Der Chemnitzer ist jedoch nicht nur wegen seiner Resultate als erfolgreichster Starter seit dem Comeback (drei Siege, sowie ein zweite und ein dritte Platz) längst zum Publikumsliebling avanciert. Es sind auch sein Auftreten insgesamt, die kleinen Gesten oder die Geduld beim Autogrammeschreiben und Erfüllen der Fotowünsche. So bedankte er sich auch wieder persönlich bei den Scheibensteckern und sorgte zudem nach der Ehrung für feuchte Augen bei Andreas Wünsche und seinen rührigen Mitstreitern. Denn Max Lang schenkte dem Vereinschef des ausrichtenden AC Meißen die Porzellanvase. "Ich wollte mich damit einmal für die tolle Organisation, die sich auch in vielen Kleinigkeiten zeigt, bedanken. Zu den Leuten habe ich einen richtig guten Draht. Ich genieße immer die lockere Atmosphäre. Diese Entscheidung kam von Herzen", meinte Max Lang. Auch seine beiden anderen Trophäen hatte er nicht behalten. Das erste wertvolle Stück gab er seiner Oma, das zweite erhielt 2013 sein damaliger Trainer Stefan Grützner, mit dem er an jenem Tag den letzten gemeinsamen Wettkampf bestritt.

Bei den Damen konnte die Lettin Rebeka Koha (169), die in der Bundesliga den Chemnitzer AC verstärkt, ihren Sieg von 2016 verteidigen. Das gab es in der Geschichte des Turniers, das 2018 am 12. Mai stattfindet, ebenfalls noch nie.

 
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