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Scharapowa folgt Asarenka ins Finale

Foto: NICOLAS ASFOURI (AFP)

Melbourne: Scharapowa folgt Asarenka ins Finale

erschienen am 26.01.2012

Maria Scharapowa und Wiktoria Asarenka haben das Finale der Australian Open erreicht und spielen am Samstag in Melbourne auch um die Spitze der Weltrangliste. Die frühere Turniersiegerin Scharapowa aus Russland revanchierte sich beim 6:2, 3:6, 6:4 gegen die an Position zwei gesetzte Petra Kvitova (Tschechien) für die im Finale von Wimbledon 2011 erlittene Niederlage.

Zuvor hatte sich am "Australia Day" die Weißrussin Asarenka mit 6:4, 1:6, 6:3 gegen Titelverteidigerin Kim Clijsters (Belgien/Nr. 14) durchgesetzt. Die Siegerin des Endspiels wird am kommenden Montag die Nummer eins von Caroline Wozniacki übernehmen. Die topgesetzte Dänin war im Viertelfinale an Clijsters gescheitert und hatte dadurch die Spitze des Rankings verspielt.

Die 24-jährige Scharapowa hatte zuletzt im Juni 2008 und damit vor 190 Wochen an der Spitze des Rankings gestanden. Nur die Amerikanerin Serena Williams (265 Wochen) und Kim Clijsters (256) hatten noch länger gebraucht, um den Platz an der Sonne zurückzuerobern. Für Asarenka wäre der Sprung nach ganz oben eine Premiere.

Scharapowa, die im Achtelfinale Sabine Lisicki (Berlin) bezwungen hatte, startete vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena stark. Nach drei Breaks holte sich die dreimalige Grand-Slam-Siegerin nach 36 Minuten den ersten Satz. Doch Kvitova minimierte in der Folge ihre Fehlerquote und profitierte von der Aufschlagschwäche ihrer Gegnerin. Im dritten Durchgang fiel die Entscheidung, als Scharapowa das Break zum Matchgewinn nutzte. Die Weltranglistenvierte hatte die Australian Open 2008 gewonnen. Es war ihr bislang letzter Major-Titel nach dem Triumph in Wimbledon 2004 und bei den US Open 2006.

Wimbledon-Halbfinalistin Asarenka, die erstmals in einem Grand-Slam-Endspiel steht, hatte zuvor Licht und Schatten gezeigt. Nachdem sie den hart umkämpften ersten Durchgang nach 49 Minuten und einem Break für sich entschieden hatte, offenbarte sie im zweiten Satz Schwächen beim Aufschlag. Die Quote des ersten Service lag phasenweise sogar unter 50 Prozent.

Clijsters dagegen war ihre Knöchelverletzung, die sie sich im Achtelfinale gegen Vorjahres-Finalistin Li Na (China) zugezogen hatte, nicht anzumerken. Besonders umkämpft war der dritte Satz, als Sydney-Siegerin Asarenka zunächst fünf Spielbälle zum möglichen 5:2 nicht nutzen konnte. Clijsters kam noch einmal auf 3:4 heran, doch die in Monaco lebende Weißrussin behielt im entscheidenden Moment die Nerven und verwandelte ihren zweiten Matchball.

 
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