Neukirchner schied beim Grand Prix in Jerez aus

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Motorrad: Neukirchner in Jerez ausgeschieden

Max Neukirchner muss in der Motorrad-WM die nächste Enttäuschung verkraften. Der Stollberger schied beim Grand Prix von Spanien in Jerez nach der Hälfte der Renndistanz aus und wartet damit in der Moto2 weiter auf den ersten WM-Punkt der Saison. Beim Auftakt in Katar hatte der Kalex-Pilot vor drei Wochen nach einem technischen Defekt den 30. und letzten Platz belegt.

Neukirchner ging nach einem Kontakt mit Gino Rea unverschuldet zu Boden. Während der Brite ins Ziel kam und 15. wurde, war das Rennen für den Sachsen beendet. "Ich konnte nichts dafür und habe ihm sogar noch zu einem WM-Punkt verholfen", erklärte Neukirchner.

Der Sieg in Spanien ging an Pol Espargaro, der Lokalmatador lag beim Rennabbruch nach 17 von 26 Runden mit seiner Kalex in Führung. Das vorzeitige Ende erfolgte wegen einsetzenden Regens, der spanische Vizeweltmeister Marc Márquez musste sich nach seinem Sieg beim Auftakt in Katar diesmal mit dem zweiten Platz begnügen. Dritter wurder der Schweizer Tom Lüthi (beide Suter). In der WM-Gesamtwertung führt Márquez jetzt mit 45 Punkten knapp vor Espargaro (41) und Lüthi (27).

Neukirchner, der beim Kiefer-Team den Platz des in die MotoGP aufgestiegenen Moto2-Weltmeisters Stefan Bradl eingenommen hat, wurde früh vom 14. Startplatz bis auf Rang 19 durchgereicht. Der 29-Jährige arbeitete sich wieder nach vorn, schied dann aber Mitte des Rennens aus.

 
erschienen am 29.04.2012
© Copyright SID Sport-Informations-Dienst GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
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  • 02.07.2012
    22:26 Uhr

    809626: Was haben wir uns im WM-Motorradrennsport in der Ära Jenkner und Heidolf über dritte bis zehnte Plätze gefreut. Man war sich der Tatsache bewusst, daß Siegfahrer a´la Toni Mang oder Dirk Raudis im deutschen Fahrerfeld derzeit nicht zu finden sind. Ralf Waldmann war einer der letzten.
    Nach einer langen Durststrecke sind mit Bradl und Cortese wieder Siegfahrer herangewachsen, wenngleich sie noch keine Capirossi oder Stoner sind - von einem Rossi-Vergleich ganz zu schweigen.
    Was war das für eine Freude speziell im südlichen Raum der fünf neuen Bundesländer, als ein gewisser Max Neukirchner - Sohn des mehrfachen DDR-Meisters Lothar Neukirchner - begann, sich im Rennsport seine ersten Sporen zu verdienen. Und es ging tatsächlich hoffnungsvoll los.
    Mittlerweile wird "Max´76" dreißig Jahre alt, und andere fahren regelmäßig Siege oder Podestplätze ein. Max Neukirchner ist im Laufe der Zeit in beinahe jeder Rennserie, in jeder Hubraumkategorie, in jedem für ihn möglichen Team und auf beinahe allen Marken gefahren. Seine Erfolge sind noch "überschaubarer" als die von Dirk Heidolf. Und mit Katja Poensgen ging man seinerzeit wegen Erfolglosigkeit auch nicht gerade zimperlich um. Bei Max Neukirchner freut man sich schon, wenn er im Ziel ankommt, Punkteränge sind ein Achtungserfolg und eine Top-Ten-Platzierung wird gefeiert wie ein Sieg. Aber die (Top-Ten-Platzierung) kommt eigentlich gar nicht vor.
    Soll ich ehrlich sein? Ich kann die Ausreden und "Begründungen" nicht mehr hören. Max, höre bitte auf, tue Dir und den Fans diesen Gefallen. Mal hat Max nach dem Rennen "so einen dicken Hals", mal stimmt das Motorrad nicht, mal wird er von der Piste geschoben, es passieren Fahrfehler in Größenordnungen - und der Nichtschwimmer schiebt es auf die Badehose, daß er nicht schwimmen kann.
    Vielleicht hat Stefan Bradl Recht, wenn er meint, "Das Problem von Max ist, daß er nicht kritisch genug zu sich selbst ist".

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