Kein Verfahren gegen Claudia PechsteinFoto: (Pixathlon / Soenar Chamid)
NADA: Kein Verfahren gegen Pechstein
Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) wird nach der Selbstanzeige von Claudia Pechstein kein Verfahren gegen die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin eröffnen. Das erklärte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID). "Alle für uns relevanten Daten sagen aus, dass es keinen Hinweis auf einen Anfangsverdacht für einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen in dem besagten Zeitraum gibt", sagte Mortsiefer dem SID, "das entspricht auch den Ergebnissen unserer Zielkontrollen."
Die NADA bezieht sich damit auf Pechsteins Blutwerte nach dem Ende ihrer zweijährigen Dopingsperre und nicht auf die erhöhten Werte, die 2009 zu ihrer Sperre geführt hatten. Die 39-Jährige hatte im September, ein halbes Jahr nach Ablauf ihrer Sperre, als erste Athletin überhaupt Selbstanzeige wegen eines möglichen eigenen Doping-Vergehens gestellt. Damit will sie erreichen, dass ihr Dopingfall neu aufgerollt wird und am Ende einer möglichen Neuverhandlung ein Freispruch steht.
Pechstein war durch den Eisschnelllauf-Weltverband ISU im Februar 2009 wegen erhöhter Blutwerte nach indirekter Beweisführung für zwei Jahre gesperrt worden. Nach ihrem Comeback ergaben neue Tests der ISU erhöhte Retikulozytenwerte, vergleichbar mit denen, die 2009 zu ihrer Sperre geführt hatten. Weil der Weltverband dennoch keine erneuten Schritte gegen sie einleitete, zeigte Pechstein sich selbst an.