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Sabine Bremer während der Prüfung. Ab der kommenden Turniersaison ist der Horse & Dog Trail offizielle Disziplin der EWU.

Foto: Heinz Künzel

Neue Disziplin begeistert Aktive und Zuschauer

Pferd, Hund und Reiter als Dreiergespann - diese Disziplin im Westernreiten wird immer beliebter. Das kam auch beim Turnier in Cunersdorf prima an.

Von Heinz Künzel
erschienen am 07.05.2014

Cunersdorf. Vier Tage lang ist der Reitstall Georgi in Cunersdorf Ausrichter eines Qualifikationsturniers für die deutsche Meisterschaft im Westernreiten gewesen. 180 Pferd-Reiter-Paare absolvierten bei 90 Prüfungen insgesamt 650 Starts.

Zu den Höhepunkten zählten der Horse & Dog Trail, bei dem es gilt, eine Zusammenstellung von Hindernissen auf dem Pferd mit dem Reitbegleithund zu überwinden. Unter anderem musste ein eng gelegter Parcours rückwärts geritten, ein Tor geöffnet und nach dem Durchreiten wieder geschlossen werden. Einige Zuschauer hatten ihre Hunde dabei. Als die Vierbeiner ihre Artgenossen bei der Arbeit in der Halle sahen, waren sie sehr angespannt und wären am liebsten in den Wettkampf gesprungen. "Es ist nicht leicht, Hund und Pferd erfolgreich auf den Parcours zu bringen. Das macht viel Arbeit", verrät Sabine Bremer aus Leipzig, die Zweitplatzierte in dieser anspruchsvollen Disziplin. "Während ich mit dem Pferd von einer erfahrenen Trainerin angeleitet werde, trainiere ich meinen Hund, einen fünfjährigen Richback, selbst."

Der Horse & Dog Trail ist jedoch nicht jedermanns Sache. "Die Paarung Pferd/Hund habe ich ausgelassen, weil mein Hund Angst vor Pferden hat", gesteht Jennifer Klugmann aus der Nähe von Bayreuth, die beim Studium der ausgehängten Ergebnislisten neben sich einen zehnjährigen Dalmatiner an der Leine hatte. Ansonsten konnte sie mit je zwei Siegen und zweiten Plätzen zufrieden mit ihrem Abschneiden sein. "Ich war hier bereits jedes Jahr am Start und fühle mich auf der schönen Anlage stets sehr wohl", erklärte Jennifer Klugmann.

Bei dem großen Ansturm hatten die Familie Georgi und der große Stamm von Vereinsmitgliedern alle Hände voll zu tun. Am ersten Tag waren sie noch gehandicapt, weil durch einen Blitzschlag Telefon und Computer ausgefallen waren. Vom Ausrichter war Lisa-Marie Georgi am erfolgreichsten. Sie holte acht Siege und wurde viermal Zweite. Für sie steht in diesem Jahr noch ein großer Einsatz bevor: Sie kam in die Auswahl der fünf Besten für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Texas. Weitere Podestplätze für den Gastgeber erreichten Melanie Tauscher (ein Sieg), Samuel Schulz (2 x Zweiter) und Josephine Mehlies (ein 3. Platz). "Ich bin hier das zweite Mal dabei", berichtet Sabine Bremer. "Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert, und mit der Familie Georgi hat sich bereits ein kameradschaftliches Verhältnis entwickelt."

 
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