Magdalena Neuner wird in Kontiolahti antretenFoto: DANIEL SANNUM LAUTEN (AFP)
Neuner startet in Kontiolahti, Männer geschwächt
Mit Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner, aber ohne die Medaillen-Kandidaten Andreas Birnbacher (Schleching) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) sowie Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) sind die deutschen Biathleten beim Weltcup im finnischen Kontiolahti (10. bis 12. Februar) am Start. Die Rennen im hohen Norden sind die letzten vor den Weltmeisterschaften vom 29. Februar bis 11. März in Ruhpolding.
"Es war ganz sicher die richtige Entscheidung, dass ich am Sonntag nicht an den Start gegangen bin. Ich wollte das Glück nicht überstrapazieren", sagte die leicht erkältete Neuner: "Ich hoffe, dass ich auch an diesem Weltcup-Ort noch einmal ein paar gute Rennen zeigen kann. Immer vorausgesetzt, es wird nicht allzu kalt und ungemütlich. Denn riskieren möchte ich jetzt nichts mehr."
Auch Bundestrainer Uwe Müssiggang mahnt zur Vorsicht: "Der Weltcup in Finnland steht gleich in zweifacher Hinsicht unter den Vorzeichen der WM. Zum einen, weil wir uns von den letzten Rennen vor dem Saisonhöhepunkt noch einmal einige Erkenntnisse erhoffen. Zum anderen aber auch, weil wir mit Blick auf die Weltmeisterschaften keinerlei Risiko eingehen wollen."
Sprint-Weltmeister Peiffer hatte ebenso wie Birnbacher und Simon Schempp (Uhingen) bereits in Oslo entschieden, auf die Generalprobe in Finnland zu verzichten. "Wir haben uns entschieden, dass Arnd, Simon und Andi nicht mit nach Kontiolahti fliegen. Wir sehen das als reine Vorsichtsmaßnahme", sagte Müssiggang.
Gleiches gilt für Michael Greis, der sich sein WM-Ticket jetzt im Training holen muss. "Auch wenn ich den Infekt von Antholz inzwischen auskuriert habe und wieder ins Training eingestiegen bin, hat sich an der eigentlichen Situation nichts geändert. Ich habe noch immer nicht das Gefühl, dass ich im Training oder Wettkampf einhundert Prozent Leistung abrufen kann", sagte Greis: "Es würde deshalb auch keinen Sinn machen, nach Kontiolahti zu fliegen. Es ist aber auch nicht so, dass ich die WM bereits abgehakt habe. Mental bin ich jedenfalls gut drauf. Wenn ich auf den Strecken in Ruhpolding unterwegs bin, freue ich mich richtig auf die WM."