Favorit für den New-York Marathon: Emmanuel MutaiFoto: CARL DE SOUZA (AFP)
New-York-Marathon: Fünf fighten um halbe Million
Die Weltrekord-Serie wird sechs Wochen nach den Berliner 2:03:38 Stunden des Kenianers Patrick Makau am Sonntag beim größten Marathon-Spektakel der Welt nicht fortgesetzt. Doch auf der schwierigen Strecke des "Big Apple" in New York hoffen fünf der 46.000 gemeldeten Läufer auf die halbe Dollar-Million in der Wertung des weltbesten Marathonläufers (WMM).
Die besten Chancen auf die Super-Prämie für den Sieg in der Serie der fünf besten Marathonläufe der Welt (New York, London, Berlin, Boston, Chicago) besitzen vier Stars aus dem Heer der kenianischen Weltklasse-Athleten, allen voran Emmanuel Mutai. Der im WMM-Ranking mit 55 Punkten klar führende London-Sieger erhält selbst dann die halbe Dollar-Million, wenn er nur Dritter wird und sein Landsmann Geoffrey Mutai (nicht verwandt) und der äthiopische Vorjahressieger Gebre Gebremariam nicht gewinnen.
Anwärter auf die große Börse, die die Russin Maria Schobuchowa in gleicher Höhe bereits vor Wochen in Chicago kassierte, sind auch Moses Mosop und Patrick Makau, der nach seinem Berliner Weltrekord nicht startet und auf einen für ihn günstigen Rennausgang hoffen muss.
Für sie alle geht es um den Sieg (130.000 Dollar Prämie, auch bei den Frauen) und allenfalls um den schon zehn Jahre alten Streckenrekord des Äthiopiers Tesfaye Jifa (2:07:43) auf dem kräftezehrenden Kurs. Wer ihn verbessert, erhält zusätzlich 70.000 Dollar. Dies gilt auch für die Frauen, deren große Favoritin nach ihren 2:19:19 im Frühjahr in London die Kenianerin Mary Keitany ist.
Scharf auf den Männer-Rekord ist vor allem Geoffrey Mutai, nachdem im April seine Fabelzeit von 2:03:02 wegen der abschüssigen Strecke in Boston nicht als Weltrekord anerkannt worden war.
Wie Makau fehlt Äthiopiens Ex-Weltrekordler Haile Gebrselassie, der 2010 nach seinem von Atemproblemen forcierten Ausstieg in New York das Karrierenende verkündet hatte, dieses dann allerdings wieder revidierte.
In den Startlisten des Laufes, der im Vorjahr 30 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke brachte, finden sich auch der zweimalige Short-Track-Olympiasieger Apolo Ohno (USA), Kanadas sechsmaliger Stanley-Cup-Gewinner Mark Messier und der frühere niederländische Fußball-Nationaltorhüter Edwin van der Sar.