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Nullnummer im Jubiläumsspiel
Im Ost-Derby der 2. Fußball-Bundesliga gab es keinen Sieger
Mühsam ernährt sich weiter das Eichhörnchen im Lößnitztal. 0:0 gegen Cottbus, sechs Punkte und zwei Tore stehen nach sechs Partien für den FC Erzgebirge zu Buche. 9400 Zuschauer sahen das 50. Duell der beiden Teams, in dem keine Mannschaft vor allem verlieren wollte. Das letzte Risiko mieden sowohl die Profis von "Pele" Wollitz, während die Gastgeber besonders ihren Ruf als Minimalisten im Toreschießen untermauerten.
FCE-Trainer Rico Schmitt veränderte seine Elf vom 1:1 in Braunschweig nur auf einer Position. Für Rechtsverteidiger Pierre le Beau durfte Fabian Müller von Beginn an auf der linken Seite ran. Schon nach 24 Minuten kam le Beau dann aber doch zum Zuge, weil Kevin Schlitte verletzt raus musste. In der ersten Halbzeit blieben echte Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Beide Teams legten großen Wert auf die Defensive, im Spiel nach vorn fehlte es allerdings an Durchschlagskraft. Cottbus lief nach zwei Auswärtssiegen (in Duisburg und Aachen) mit breiter Brust auf, konnte den ehemaligen Auer Stürmer Dimitar Rangelov aber zunächst nicht in Schussposition bringen. Der Bulgare traf bereits viermal in dieser Saison für Energie ins Schwarze, sah sich gestern Abend der guten Bewachung von Thomas Paulus ausgesetzt.
Die zwei Niederlagen in der Vorsaison wollten die Veilchen wettmachen. Wenn der Einsatz auch stimmte, so fehlte es jedoch oft an spielerischen Mitteln, um Stürmer Ronny König das Leder gut aufzulegen. In der 32. Minute klappte dies gut. Doch der Drehschuss des Auer Angreifers zischte Zentimeter über den Querbalken. Auf der anderen Seite legten sich nun auch die Lausitzer mehr ins Zeug, allerdings auch unter Mithilfe von Martin Männel. Der FCE-Torhüter legte mit einem missglückten Abstoß quasi für Cottbus auf. Adlung zirkelte den Ball am rechten Pfosten vorbei.
Nach dem Pausentee besaß Mike Könnecke nach schönem Solo aus Nahdistanz die Chance zur Führung. Doch entweder verhinderte eine Lausitzer Fußspitze den Jubel der Lila Fans oder Energie-Torwart Kirschbaum zeigte sich wie beim Schuss von Guido Kocer auf dem Posten. Dennoch kamen die Gastgeber mit mehr Schwung aus der Kabine, drückten auf die Führung. Die erzwungenen Standards brachten aber zu wenig Gefahr. In der 67. Minute hatten die Anhänger den Tor-Schrei bereits auf den Lippen. Erneut Ronny König ließ das Leder auf der Querlatte tanzen. Anschließend musste er seinen Platz für Enrico Kern räumen. Der Routinier hatte aber auch keine zündende Idee, die Lausitzer Viererkette zu überlisten.
Statistik: FCE: Männel - Schlitte (24. le Beau/V), Klingbeil, Paulus, Müller - Hensel, Schröder - Hochscheidt, Könnecke, Kocer (73. Kempe) - König (69. Kern). Energie: Kirschbaum - Bittroff, Hünemeier, Roger (V), Ziebig (V/60. Engel/V) - Banovic, Kruska - Sörensen, Bittencourt (64. Kucukovic/V), Adlung - Rangelov (84. Reimerink). Schiedsrichter: Fritz (Korb); Zuschauer: 9400.