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Max Lang avancierte beim CAC nach seiner Pause erneut zum punktbesten Akteur.

Foto: Kristin Schmidt

Nun kommt es zum Duell mit dem Titelverteidiger

In der Gewichtheber-Bundesliga beendet der Chemnitzer AC die Vorrunde auf dem zweiten Platz und besitzt somit Finalchancen. Die Vogtländer behaupten sich im Mittelfeld.

Von Martina Martin
erschienen am 26.02.2017

Samswegen/Schwedt. Die Konstellation ist schon etwas ungewöhnlich: Da erreicht der Chemnitzer AC (CAC) im abschließenden Vorrundenvergleich der Gewichtheber-Bundesliga beim SSV Samswegen mit 800,7 Punkten das zweitbeste Saisonergebnis und kassiert dennoch die erste Niederlage. Die Gastgeber kamen auf 828,4 Zähler und konnten auch die separaten Wertungen im Reißen und Stoßen für sich entschieden. Damit rangiert der CAC im Endklassement der Staffel B (14:4) hinter dem Berliner TSC (15:3) auf Platz zwei und bekommt es im nun folgenden Halbfinale mit dem schwersten Brocken zu tun. Denn der AV Speyer (Sieger Staffel A), der fast nur Auswahlakteure in seinen Reihen hat, gilt erneut als der große Favorit. Berlin trifft auf Obrigheim, wobei auch der beste Verlierer in das Dreierfinale einzieht.

"Es war ein Superauftritt der gesamten Mannschaft. Jeder hat sich reingehangen, ist ans Limit gegangen. In dieser Besetzung war das Ergebnis nicht zu erwarten, da kann man nur den Hut ziehen", fand CAC-Trainer Andreas Rehwagen trotz der Niederlage nur lobende Worte für seine Schützlinge. Denn neben den beiden Letten Rebeka Koha und Ritvars Suharevs, die bei den zurückliegenden Kämpfen für Spitzenwerte gesorgt hatten, meldete sich einen Tag vorher mit Robby Behm einer der wichtigsten Heber krank. So nahm kurzfristig die Nachwuchshoffnung Josefine Stoye die Reise nach Sachsen-Anhalt mit in Angriff. Die erst 15-Jährige, Dritte der Jugend-EM 2016, feierte dabei eine gelungene Premiere. "Sie war sehr nervös, hat ihre Sache aber richtig gut gemacht", applaudierte der Coach.

Beinahe hätten es die Chemnitzer sogar geschafft, dennoch den so wichtigen einen Punkt für Platz eins zu ergattern. Im Reißen unterlagen sie mit 0,9 Zählern nur hauchdünn. Doch Samswegen besaß da den Vorteil, dass ihr Pole Lukasz Grela mit dem höheren Körpergewicht genau die Last auflegen konnte, die notwendig war. Beim CAC meldete sich Max Lang eindrucksvoll bei seinem ersten Auftritt 2017 zurück. Der Kapitän, der zuletzt wegen Schulterproblemen pausierte, schaffte nach sechs gültigen Versuchen mit 162,2 Zählern auf Anhieb den Bestwert.

Edgar Jerke glänzte im Team der Vogtländer mit sechs gültigen Versuchen.

Foto: Ralf Wendland

Das Athletenteam Vogtland (TSG Rodewisch, AC Atlas Plauen) unterlag beim Oder-Sund-Team mit 624,8:663,8-Punkten und behauptet damit einen beachtlichen fünften Platz in der Abschlusstabelle. "Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, zumindest der Punkt im Stoßen. Aber da wurden zwei Versuche äußerst umstritten ungültig gegeben. Das war sehr ärgerlich für uns", berichtete Teamchef Bernd Schmiedel. Er hatte dieses Mal wieder die beiden Verstärkungen aus Polen im Team, wobei vor allem der 39-jährige Robert Dolega glänzte und die meisten Zähler (133) beisteuerte. "Er zeigte sechs blitzsauberen Auftritte, hat sich so stark wie noch nie in dieser Saison präsentiert", freute sich Bernd Schmiedel.

Dem Routinier nur wenig nach stand zudem Edgar Jerke (131,8), der mit gleichfalls sechs Gültigen seine Zuverlässigkeit erneut unter Beweis stellte. Nachwuchshoffnung Tom Ritter steigerte sich auf eine Punktbestleistung.

 
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