Cameron baut auf das Geschäft mit den fünf RingenFoto: Richard Wareham (pixathlon / Soenar Chamid)
Olympia 2012: Regierung glaubt an Nachhaltigkeit
200 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele 2012 in London (27. Juli bis 12. August) hat die britische Regierung um Premierminister David Cameron die Werbetrommel für das Großereignis gerührt und sich dahingehend optimistisch gezeigt, dass das Land und die Stadt London noch lange nach dem Abzug der Athleten wirtschaftlich von den Spielen profitieren werden.
"Ich möchte es klar und deutlich sagen: Wir sind fest entschlossen, den Nutzen für unser Land, den Tourismus, den Sport und Investoren zu maximieren", sagte Cameron in einem Statement am Montag. Schon heute sei die Zukunft von sechs der acht Veranstaltungsorte durch langfristige Nutzungsverträge für die Zeit nach den Wettkämpfen gesichert. "Wir sind weiter auf Kurs, dem Land ein langfristiges Erbe zu verschaffen", sagte Cameron, der die erste Kabinettssitzung des neuen Jahres am Montag symbolisch im Olympiapark in Stratford abhalten ließ.
Durch die zahlreichen Neubauten soll die Attraktivität der britischen Hauptstadt für Touristen weiter steigen. So rechnet man allein für den 115 Meter hohen Aussichtsturm "ArcelorMittal Orbit" im Olympiapark mit bis zu 800.000 Besuchern im Jahr. Zudem wurden am Montag weitere Details über die Nutzungsverträge des neuen Schwimmzentrums und der Multifunktionshalle, in der unter anderem die Handball-Wettbewerbe ausgetragen werden, bekannt. So sollen im vergleichsweise strukturschwachen Osten Londons über 250 neue Arbeitsplätze entstehen.
"Wir starten mit Stolz und Optimismus in ein fantastisches Jahr. London wird Gastgeber großartiger Spiele sein, von denen wir noch lange profitieren werden", sagte Londons Bürgermeister Boris Johnson.