Manny Pacquiao (r.) ist seinen WBO-Gürtel los

Foto: KEVORK DJANSEZIAN (AFP/Getty Images)

Pacquiao verliert Weltmeister-Gürtel an Bradley

Der philippinische Box-Star Manny Pacquiao ist als WBO-Weltmeister entthront worden. Der 33-Jährige, der seit 2005 unbesiegt war, unterlag in Las Vegas dem Amerikaner Timothy Bradley knapp nach Punkten (113:115, 113:115, 115:113). Für Pacquiao war es die vierte Niederlage bei zwei Unentschieden im 60. Profikampf. Der knapp sechs Jahre jüngere Bradley feierte den 28. Sieg im 28. Kampf.

"Ich habe gar nicht auf das Urteil gehört, weil ich dachte, ich hätte bei allen Ringrichtern gewonnen. Zu 100 Prozent denke ich, dass ich gesiegt habe. Ich kann mich nicht erinnernm, dass er mich auch nur mit einem einzigen Punch getroffen hätte", sagte der konsternierte Pacquiao, der zuletzt 15-mal in Folge unbesiegt geblieben war. Sein Coach Freddie Roach sprach von einem Fehlurteil: "Ich habe Manny mit 10:2 Runden vorne gesehen."

Mit der Niederlage wird der langersehnte Superfight zwischen Pacquiao und WBC-Champion Floyd Mayweather noch unwahrscheinlicher. Während der 35-jährige Mayweather derzeit eine 90-tägige Haftstrafe absitzt, dachte Pacquiao zuletzt laut über sein Karriereende nach.

 
erschienen am 10.06.2012
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