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Wird beim CFC nicht mehr gebraucht: Stephan Beutel.

Foto: P. POINT

Posse um Trennung von CFC-Sportchef Beutel

Der Chemnitzer FC beendet nach drei Jahren die Zusammenarbeit mit Stephan Beutel. Die Entscheidung war erwartet worden - und fiel dennoch abrupt.

Von Benjamin Lummer
erschienen am 18.05.2017

Chemnitz. Der ums finanzielle Überleben kämpfende Chemnitzer FC kommt nicht zur Ruhe. Der Fußball-Drittligist hat am Mittwoch die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Stephan Beutel zum 1. Juni beendet. Beutel hatte den Posten seit 2014 inne. Sein Vertrag läuft eigentlich noch bis Sommer 2018. Beutel war im Verein nicht unumstritten. Angelastet wurde ihm seine Personalpolitik. In den vergangenen drei Jahren wurden zahlreiche neue Spieler verpflichtet; einige von ihnen blieben nur ein Jahr oder kürzer. Vergangene Woche hatte der Verein Steffen Ziffert als neuen Sportvorstand eingesetzt. Ziffert sollte sich auch um die Frage kümmern, wer den CFC in der kommenden Saison trainiert. Sportchef Beutel war damit quasi ohne Aufgabe, eine Trennung wurde wahrscheinlich.

Die wurde am Mittwoch vollzogen - unter bemerkenswerten Umständen. In verschiedenen Medien tauchte am Mittag das Gerücht auf, der CFC habe den Sportchef beurlaubt. Beutel und Sportvorstand Ziffert dementierten das noch bis zum Nachmittag. Er habe aber um Urlaub bis zum Ende des Monats gebeten, sagte Beutel der "Freien Presse". Am späten Nachmittag dann die Kehrtwende in Form einer Pressemitteilung des CFC: "Der Chemnitzer FC und Stephan Beutel haben sich im Zuge der strukturellen Neuausrichtung des Vereines auf eine Beendigung der Zusammenarbeit zum 1. Juni verständigt", heißt es knapp. Man danke dem Sportchef für seine geleistete Arbeit.

Gefragt nach den Gründen für die Trennung, verweist der Vereinsvorsitzende Mathias Hänel auf die sportliche Neuausrichtung des Clubs. Das Hin und Her erklärt er so: Das Gerücht um die Beurlaubung Beutels habe man als Verein nicht so stehen lassen wollen. "Manchmal muss man auch erst noch Feinjustierungen vornehmen", so Hänel. Die Entscheidung zur Trennung sei auch erst am gestrigen Tag getroffen worden, ergänzt der Vorstandsvorsitzende. Der neue Sportvorstand Steffen Ziffert war nach eigener Aussage nicht an dem Trennungsgespräch mit Beutel beteiligt. Das hätten Hänel und Vorstandskollege Stefan Bohne geführt. "Ich trage die Entscheidung aber voll mit", so Ziffert. Details der Trennung seien allerdings noch nicht abgestimmt, so Hänel. Das soll in den kommenden Wochen passieren. Er gehe aber davon aus, dass eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden wird, sagt der Vereinschef. Das heißt, Beutels Vertrag ist nicht gekündigt worden. Sollten sich beide Parteien nicht auf eine Auflösung einigen, müsste der Verein den Ex-Sportchef wohl bis 2018 bezahlen.

Beutel selbst bestätigte am Abend die Trennung. Er sagte zudem: "Ich werde das nicht kommentieren. Das bringt im Moment gar nichts."

 
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