Trainer Norbert Loch fordert vier WM-Titel ein

Foto: OLIVER LANG (AFP)

Rodel-WM: Loch fordert viermal Gold

Rodel-Bundestrainer Norbert Loch hat sich drei Wochen vor den Heim-Weltmeisterschaften in Altenberg (10. bis 12. Februar) insgesamt zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf gezeigt und in allen vier Disziplinen jeweils den WM-Titel gefordert. "Das ist ein hohes und anspruchsvolles Ziel, aber wir sind in allen Mannschaftsteilen so besetzt, dass wir das schaffen können", sagte der Vater von Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) vor dem sechsten Weltcup der Saison in Winterberg.

Ein Sonderlob verteilte Norbert Loch an das Männerteam, bei dem sein Sohn Felix als souveräner Weltcup-Führender auf den ersten deutschen Gesamt-Weltcupsieg seit dem Triumph von Georg Hackl vor 22 Jahren zusteuert. "Wir sind erfolgreich in die Saison gestart. Die Herren sind eine Klasse für sich, alle fünf Fahrer sind sehr stabil", sagte Norbert Loch. Auch mit den Doppelsitzern um die Weltcup-Titelverteidiger Tobias Wendl und Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) sei er "sehr zufrieden".

Leichte Sorgen bereiten ihm allerdings die erfolgsverwöhnten Damen. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner (Friedrichroda) und Vize-Weltmeisterin Natalie Geisenberger (Miesbach), die den Weltcup dominieren, seien in ihren Leistungen "etwas instabil", so Norbert Loch: "Jede zeigt Schwächen und Fahrfehler. Im Hinblick auf die WM haben wir noch einiges zu tun."

Als härtesten WM-Konkurrenten bei den Männern sieht Norbert Loch den in dieser Saison im Weltcup noch sieglosen Titelverteidiger Armin Zöggeler aus Italien an. Den zweimaligen Olympiasieger habe er "schwer auf der Rechnung", so Norbert Loch: "Er wird gewaltig auftrumpfen. Er wird uns das Leben nicht so leicht machen wie in den letzten Wochen im Weltcup."

Bei den Damen müsse man auf die Kanadierin Alex Gough achten. Die WM-Dritte aus dem Vorjahr, die Mitte Dezember den Weltcup in Calgary vor Hüfner gewonnen hatte, könne mit den Deutschen mithalten.

Ob Europameisterin Tatjana Iwanowa aus Russland bei den Weltmeisterschaften im Erzgebirge starten kann, ist derweil ungewiss. Die Weltcup-Sechste sagte ihren Start in Winterberg aufgrund eines Fingerbruchs ab, hofft aber auf ihr Comeback in einer Woche in St. Moritz beim letzten Weltcup vor der WM. Iwanowa hatte sich die Verletzung am vergangenen Wochenende beim Weltcup in Oberhof zugezogen, als sie in die Bande gefahren war.

 
erschienen am 20.01.2012
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