Werdas Torhüter Pavel Baranowsky faustet den Ball vor dem Bergener Jerome Bennewitz (rechts) aus dem Strafraum. Tore waren in diesem Vogtlandderby auf rutschigem Geläuf Fehlanzeige. Foto: Joachim Thoss
Rutschpartie bleibt ohne Tor
In der Fußball-Bezirksklasse haben sich der FC Werda und Turbine Bergen am Sonntag leistungsgerecht 0:0 getrennt.
WerdaBei eisigen Temperaturen und knochenhart gefrorenem Boden verhielten sich die Spieler beider Mannschaften in diesem Vogtlandderby äußerst fair und machten Schiedsrichter Oefler das Amtieren leicht. Doch Freude kam weder bei den Akteuren noch bei den wenigen Zuschauern auf. Der Sinn einer solchen Rutschpartie ist fraglich, weil zum einen die Verletzungsgefahr zu groß ist und zum anderen durch Standschwierigkeiten jeder zweite Pass beim Gegner landet.
Dass die beiden Top-Torjäger fehlten, tat ein Übriges. Werda trat ohne den verletzten Kalan (14 Treffer) an, Bergen muss noch fünf Spiele auf den nach einer Tätlichkeit gesperrten Pesek (15 Tore) verzichten. Was dennoch, meistens dem Zufall geschuldet, auf die Tore kam, war eine sichere Beute der tschechischen Schlussmänner Baranowsky und Dobes.
Zumindest im läuferischen Bereich haben beide Teams überzeugt. Somit hat dieses Derby, welches man auch fast als Freundschaftsspiel hätte bezeichnen können, seinen Zweck erfüllt. Turbine-Coach Peter Wolfrum, für den das Ergebnis in Ordnung geht, stellte nach dem Spiel klar: "Ich will gar nicht aufsteigen. Unser Kader ist dafür viel zu klein. Und wenn sich unser Hauptsponsor im Sommer zurückziehen sollte, wird es auch nicht besser", machte Bergens Trainer unmissverständlich klar.
Werda: Baranowsky - Wilke, Budik, Masar, Wunderlich, Krause, Stipek, Thoß, Andrs, (82. Viertel), Kominek, Hermann. Bergen: Dobes - S. Raupach, Kostal, Frank, Wunderlich, L. Raupach, Kurzendörfer, Bennewitz (75. Götz), Sebek, Taubald, Watzek (88. Geßner). SR: Oefler (Plauen). Zuschauer: 60.