Willy Bogner ist gestern aus gesundheitlichen Gründen kürzer getreten

Foto: SID IMAGES/AFP/

Schwank will Begeisterung für Olympia steigern

Bernhard Schwank will als neuer Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft Olympia 2018 in München die Begeisterung in der Bevölkerung für die Kandidatur schüren. "Eine wichtige Aufgabe wird sein, die Anteilnahme der Menschen an der Kandidatur zu steigern. Es muss deutlich werden, dass das ganze Land die Olympischen Spiele ausrichten will. Die Impulse müssen stärker als bisher von der Bewerbungsgesellschaft ausgehen", sagte Schwank einen Tag nach seiner "Beförderung".

Schwank hatte am Montag das Amt des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft von Willy Bogner übernommen. Der ehemalige Skirennläufer Bogner war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. "Er wird uns fehlen, als Mensch. Doch die Bewerbung darf darunter nicht leiden", sagte Schwank. Große Veränderungen werde es für ihn durch Bogners Ausscheiden nicht geben. "Es wird nichts komplett Neues auf mich zukommen. Ich war ja von Anfang an dabei. Ich habe jetzt die Verantwortung für das Gesamte. Doch ich kann mich auf ein gutes Team stützen", sagte Schwank. Das Ziel bleibt das Gleiche. "Wir wollen am Ende gewinnen. Es gibt nur Gold."

Bewerbungsschluss im Januar

Nach Bogners Rücktritt werde es zunächst keine weitere personelle Verstärkung geben. Zuletzt wurden auch Vertreter des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß oder Ehrenpräsident Franz Beckenbauer als dauerhafte Botschafter gehandelt. In den kommenden Wochen steht eine Vielzahl von Präsentationen auf dem Programm, zu denen von Mal zu Mal prominente Persönlichkeiten eingeladen werden sollen - wohl auch Beckenbauer. "Franz Beckenbauer hat uns schon oft unterstützt. Ich glaube, dass er bereit ist, wenn wir ihn fragen", sagte Schwank.

Eine große Herausforderung bleibe die Einigung mit den Grundstücksbesitzern in Garmisch-Patenkirchen. "Da gibt es intensive Gespräche. Aber es sind Fortschritte zu erkennen. Ich glaube, dass wir uns rechtzeitig einigen", sagte Schwank. Am 11. Januar 2011 muss es so weit sein, denn dann müssen die Bewerbungsunterlagen beim IOC eingereicht werden.

 
erschienen am 07.09.2010
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