Das DVB-Team schlägt Serbien im "Endspiel"

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Sieg gegen Serbien: Volleyballer wahren Chance

Die deutschen Volleyballer dürfen nach einem wahren Krimi und dem ersten Sieg beim Olympia-Turnier weiter auf den Viertelfinal-Einzug hoffen. Angeführt vom überragenden Georg Grozer gewann die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen ihr "Endspiel" gegen Europameister Serbien nach dramatischem Kampf und 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (22:25, 27:29, 25:18, 25:20, 20:18).

Ein weiterer Sieg gegen Außenseiter Tunesien am Samstag (10.30 Uhr) oder den Weltranglisten-Ersten aus Brasilien dürfte für einen der ersten vier Plätze in der Gruppe B reichen. Der Einzug in die K.o.-Runde wäre der größte Erfolg seit Silber durch die DDR 1972 in München. 2008 in Peking war Deutschland ebenso wie die BRD 1972 in der Vorrunde gescheitert.

Nach den 0:3-Niederlagen gegen Russland und Olympiasieger USA war bei der deutschen Mannschaft die Nervosität zu Beginn spürbar. Auch die Serben leisteten sich Fehler, ein ausgeglichenes Spiel war die Folge. Das DVV-Team zeigte sich im Angriff etwas verbessert, hatte aber erneut Schwächen im Block. Beim 17:16 schien der erste Satzgewinn in London möglich, doch Aleksandar Atanasijevic, der zweitbeste Turnier-Scorer, nutzte den zweiten Satzball für Serbien.

Im zweiten Durchgang lag Deutschland schnell klar hinten (2:5), kämpfte sich aber zurück und führte bald erstmals mit zwei Punkten (12:10). Unter anderem vier Punkte von Georg Grozer, der seinem Spitznamen "Hammer-Schorsch" endlich gerecht wurde, brachten einen komfortablen Vorsprung (16:12). Doch Heynens Team vergab vier Satzbälle, ehe wieder Atanasijevic den ersten Serbiens im deutschen Feld versenkte.

Der von manchem deutschen Fan im erneut fast vollen Earls Court befürchtete Einbruch im dritten Satz blieb aus. Nach anfänglichem Rückstand (4:7) stand der deutsche Block, Grozer und Co. kämpften sich zurück - und Grozer holte den Satz im ersten Versuch. Serbien, in der Weltrangliste drei Plätze vor Deutschland (10.), reagierte schockiert. Deutschland zog in Satz vier auf zeitweise neun Punkte davon (17:8) und nutzte seinen fünften Satzball zum 2:2.

Auch im dramatischen Entscheidungssatz war auf Grozer, der auf insgesamt 39 Punkte kam, Verlass. Er und seine Kollegen behielten trotz großen Widerstands der Serben die Nerven, Grozer wehrte gar einen Matchball ab und Deutschland nutzte seinen fünften zum Sieg.

 
erschienen am 02.08.2012
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