Sky: Mehr als nur Fußball denkbar

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Sky-Chef Sullivan: Mehr als nur Fußball

Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan steht einer Ausweitung des Sport-Angebots beim Pay-TV-Sender über den Fußball hinaus aufgeschlossen gegenüber. "Wir würden auch anderen Sportarten gerne zu einer noch größeren Fanbasis verhelfen, dies ist gut für den Sport und für uns", sagte Sullivan dem SID: "Wir wünschen uns auch für andere Sportarten höhere Zuschauerzahlen. Ein wichtiger Aspekt für unsere Bewertung ist stets, dass die Sportart für unsere Kunden in Deutschland und Österreich interessant sein muss."

Der Skisport sei großartig, sagte der Vorstandsvorsitzende des Münchner Senders. Er möge den Wintersport und wünsche sich, "dass wir irgendwann einmal auch ein attraktives Recht auf den Sky Sportkanälen abbilden können". Auch Basketball und Handball seien "fantastische Sportarten", zudem sei Boxen interessant. "Wir beobachten sehr aufmerksam den Markt und wollen mit den Rechten, die wir erwerben, so viele Menschen wie möglich bestens unterhalten", sagte der Amerikaner.

Nachdem Sky die Exklusiv-Rechte an der Fußball-Bundesliga ab der Spielzeit 2013/2014 für die Rekordsumme von jährlich 485 Millionen Euro erworben hatte, war wieder vermehrt Kritik aus anderen Sportarten aufgekommen, die sich vor allem auch in den öffentlich-rechtlichen Sendern unterrepräsentiert fühlen.

Ob Sky seine IP-TV-Rechte an die im Bieterwettstreit unterlegene Deutsche Telekom über eine Sublizenz weiterveräußert, ist offen. "Die neuen Rechte beginnen erst im Sommer 2013, daher haben wir keine Eile. Wir schätzen diesen Partner und kooperieren ja auch bereits in einem anderen Geschäftsbereich mit der Deutschen Telekom. Wir sind daran interessiert, das Sky-Angebot überall dort anzubieten, wo es möglich ist. Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit der Telekom sowie anderen Telekommunikations-Anbietern", sagte Sullivan.

Henning Stiegenroth, Marketing-Chef der Telekom, erklärte am Rande des Sportbusiness-Kongresses Spobis in Düsseldorf, beide Unternehmen befänden sich diesbezüglich in Gesprächen. "Jeder hat seine Vorstellung, und wir müssen sehen, wie wir zusammenkommen", sagte Stiegenroth: "Eile ist nicht geboten."

 
erschienen am 25.05.2012
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