Storl-Konkurrent muss Form nachweisen

Der deutsche Leichtathletikverband hat 64 Sportler für die WM in Daegu nominiert

Frankfurt/Main. Die deutsche Meisterschaft in Kassel am vergangenen Wochenende war der letzte Leistungsnachweis der potenziellen WM-Kandidaten. Die Kugelstoßer David Storl (LAC Chemnitz) und Christina Schwanitz (LV 90 Thum) überzeugten mit dem Titelgewinn, standen aber schon vorher als sichere WM-Fahrer fest.

Neben den beiden frisch gebackenen Meistern hat der deutsche Leichtathletikverband (DLV) in einer ersten Nominierungsrunde 62 weitere Athleten für die Weltmeisterschaft in Südkorea (27. August bis 4. September) gemeldet.

DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen geht davon aus, dass bis zum endgültigen Meldeschluss am 14. August noch acht weitere Läufer, Springer und Werfer das Team verstärken werden. Die Nachzügler wie die Hürdensprinterin Carolin Nytra müssen bis dahin noch mindestens die B-Norm nachweisen. Aufgrund der bisherigen Saisonergebnisse könne der DLV "sehr optimistisch auf die WM in Daegu schauen", sagte Kurschilgen.

Drei Athleten sind nur unter Vorbehalt nominiert worden, obwohl sie die A-Norm in der Tasche haben. Hochspringer Eike Onnen und Speerwerfer Till Wöschler konnten verletzungsbedingt bei den Deutschen Meisterschaften nicht teilnehmen, Kugelstoßer Ralf Bartels hatte "aus persönlichen Gründen" den Pflichtstart bei den Titelkämpfen abgesagt. Die beiden Rekonvaleszenten müssen bis 13. August einen Gesundheits- und Leistungsnachweis vorlegen, der Storl-Konkurrent Bartels muss in Cuxhaven und Gotha seine Form beweisen.

Storl und Schwanitz reisen mit ähnlichen Zielen nach Daegu. "Ich möchte so ein gutes Ergebnis wie bei der deutschen Meisterschaft erzielen und unter die besten acht kommen", sagt Schwanitz, die in Kassel ihre Bestleistung auf 18,95 m verbesserte. Auch Storl hat das Finale im Blick: "Die Konkurrenz ist dort sehr stark, da muss man erst einmal die Qualifikation überstehen."

Unter den Nominierten ist auch Geherin Sabine Krantz. Doch eine peinliche Panne des Verbands könnte die Wattenscheiderin die WM-Teilnahme kosten. In Erfurt war Krantz die A-Norm gelaufen, der DLV hatte es aber versäumt, die Veranstaltung beim Weltverband anzumelden. Die Zeit wird deshalb nicht anerkannt. Für die 30-Jährige "ein Schlag ins Gesicht".

 
erschienen am 27.07.2011 ( Von Sascha Wittich (mit dapd) )
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