Pakistans Davis-Cup-Team um Aqeel Khan kann nicht zuhause antretenFoto: SID/AFP/SamYeh
Terrorangst sorgt für weitere Absagen in Pakistan
Angesichts anhaltender Terrorgefahr in Pakistan bekommt auch der Sport im Land immer mehr Probleme. Am Dienstag verstärkte die Absage eines Davis-Cup-Spiels Pakistans Isolation auf der internationalen Bühne, bevor die zweite Absage der jährlichen Nationalspiele wegen Sicherheitsbedenken hintereinander die Ohnmacht der Verbände gegenüber der Gewalt dokumentierte.
"Wir wollen nicht, dass ein nationales Ereignis betroffen wird"
"Ausländische Sportler und Mannschaften wollen wegen der unsicheren Lage nicht nach Pakistan kommen, und wir wollen auch nicht, dass ein nationales Ereignis von einem Anschlag betroffen wird", erklärte Präsident Arif Hassan von Pakistans Olympia-Komitee eine Woche nach einem Selbstmordanschlag mit 45 Todesopfern in Lahore mit Blick auf die beiden Entscheidungen. Vor der Absage der Nationalspiele, dem größten nationalen Sportereignis des Landes, hatte der Tennis-Weltverband ITF aufgrund anhaltender Terroranschläge in Pakistan dem Antrag Neuseelands auf Tausch des Heimvorteils für das Zweitrunden-Match in der Asien-Ozeanien-Gruppe des Davis-Cups stattgegeben.
Die ITF hatte Pakistan in der jüngeren Vergangenheit angesichts von Terrorgefahr schon dreimal das Heimrecht für Davis-Cup-Begegnungen entzogen. Seit dem Anschlag auf Sri Lankas Kricket-Nationalmannschaft im Frühjahr 2009 in der pakistanischen Stadt Lahore mit insgesamt acht Todesopfern sind außerdem schon weitere internationale Sportveranstaltungen in Pakistan wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden.