Emil Forner (Mitte) von der Spielegemeinschaft Reumtengrün/Schreiersgrün - hier setzt er sich gegen Timon Raithel von Wacker Plauen durch - hat am Sonntag mit seiner G-Junioren-Team den Hallenpokal gewonnen. Foto: ellen Liebner
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Trainer: "Das war Opa-Fußball"
Die G-Junioren-Fußballer der SG Reumtengrün/ Schreiersgrün haben am Sonntag das Hallenpokalfinale gewonnen.
Plauen Alle acht Teams, die es unter den 21 Bewerbern in die Endrunde geschafft hatten, wollten am Sonntag in der Sporthalle an der Plauener Wieprechtstraße nur eines: den Pokal. "Wir gewinnen ihn, weil wir immer alles machen, was die Trainer sagen", meinte Maximilian Otto (6) vom 1. FC Wacker Plauen.
Vincent Roch (6) vom VfB Schöneck prophezeite: "Wir holen uns den Pokal, weil wir zweimal in der Woche trainieren. Außerdem war ich schon zweimal Torschützenkönig." "Wir gewinnen", verkündete auch Konrad Lippmann von der SG Reumtengrün/Schreiersgrün. "Wir strengen uns an. Unser Trainer hat uns auch gesagt, dass wir keinen Mannschaftskameraden beschimpfen dürfen, wenn der etwas falsch gemacht hat." Der Sechsjährige hatte mit seiner Voraussage ins Schwarze getroffen. Die Burschen um die Trainer Axel Facius und Dirk Weinert fegten sieben Mitbewerber vom Parkett. Im Finale besiegten sie den 1. FC Wacker 3:1. Den dritten Platz erspielte sich die Spielgemeinschaft VSC/VFC Reichenbach.
Weinend vom Platz geschlichen
Ein Turnier mit Drei- bis Sechsjährigen ist keine einfache Sache. Viele Spieler gehen in den Kindergarten, hängen noch am Rockzipfel der Mutter und haben sich oft noch nicht an das "harte" Fußballgeschäft gewöhnt. Und so schlich immer mal einer weinend vom Platz, weil er mit einem Gegenspieler zusammengestoßen ist oder einen straffen Ball abbekommen hat. Die Mutter war zum Trösten nicht in der Nähe, und so übernahm der Trainer die Samariterrolle. Die meisten Teams waren ohnehin mit mindestens zwei Betreuern angereist. So gab einer während des Spieles Anweisungen, der andere trocknete die Tränen.
Elias Zoglauer (VfB Auerbach) hatte Glück. Sein Vater Olaf ist der Trainer und war als Tröster zur Stelle, als Sohnemann heulend zum Spielfeldrand wankte. "Lach mal kurz!", forderte ihn der Vater auf, und schon war die Sache vergessen. In diesem Moment fiel Elisas Mannschaftskamerad Maxim Gehrs vor Begeisterung über ein Tor fast von der Auswechselbank.
Mancher Trainer nahm sich seine Zöglinge in der Pause ordentlich zur Brust. "Das war Opa-Fußball, was ihr gespielt habt", schimpfte Steffen Krause (VSC/VFC Reichenbach). "Wir sind Männer, und so spielen wir auch!" Dann sagte er: "Es geht gleich wieder los. Muss noch jemand aufs Klo?"
Dreieinhalbjähriger hat Spaß
Der dreieinhalbjährige Ben Neugebauer von der SG Bergen/Kotten- grün sauste immer fröhlich den anderen Kindern hinterher. Ballkontakt war nicht so wichtig für ihn, Hauptsache es gab Spaß auf dem Parkett. "Er will eben immer spielen", sagte sein Vater Andreas Neugebauer.
"Oma, wir haben ein Tor!" schrie der fünfjährige Tim Leistner von der SG Traktor Lauterbach der Großmutter auf der Zuschauertribüne glücklich zu. Und weil die Oma das nicht gleich hörte, wiederholte er die frohe Botschaft noch zwei-, dreimal in voller Lautstärke.
Endstand
1. SpG Reumtengrün/Schreiersgrün, 2. 1. FC Wacker Plauen, 3. SpG VSC/VFC Reichenbach, 4. VfB Auerbach, 5. SG Stahlbau Plauen, 6. SG Traktor Lauterbach, 7. SpG Schöneck/Oelsnitz, 8. BSV Turbine Bergen.