Marcus Menzel (rechts) zieht hier im Spiel gegen Annaberg ab. Einmal hat er in dieser Saison schon für den RFC getroffen. Foto: Franko Martin

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Trainer fordert: Keine Auszeiten mehr

Fußball-Bezirksligist Reichenbacher FC erwartet am Sonntag, 15 Uhr den FC Stollberg im Stadion am Wasserturm.

ReichenbachDer Reichenbacher FC tritt als Bezirksliga-Elfter auf der Stelle und steckt in der Abstiegszone fest. Seit drei Runden laufen die Schützlinge von Trainer Uli Forner einem Erfolg hinterher. Ob das Glas angesichts zweier Unentschieden gegen Annaberg (0:0) und Ifa Chemnitz (2:2) nun halb voll oder halb leer ist, wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall bringen Punkteteilungen das Team nicht weiter. "Hochgerechnet ist ein Zähler je Partie zu wenig, um am Ende auf der sicheren Seite zu stehen. Deshalb muss vor allem in den Heimkämpfen die maximale Punktzahl her", fordert der Trainer.

Trotz der Zeitumstellung wird die morgige Begegnung - Schiedsrichter ist der Zwickauer Sören Kosmale - wie bisher um 15 Uhr angepfiffen. Gegner Stollberg gab seinen Anhängern bisher Rätsel auf. Daheim (zuletzt 1:3 gegen Lößnitz) bekam er noch nicht viel auf die Reihe (erst ein Sieg), während er auswärts schon drei Dreier einfuhr: 3:1 in Krumhermersdorf, 2:1 in Thalheim und 3:1 in Schneeberg. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Kader der Elf von Ralf Wagner stark verändert. Sieben Abgängen stehen fünf Neue gegenüber. Nach seinem Abstecher zum Sachsenligameister Fortuna Chemnitz ist Stürmer Steven Tonne wieder zurück. In der Saison 2009/10 hatte der sich mit 21Treffern zum besten Schützen der Bezirksliga aufgeschwungen.

Neben der Erfahrung seiner Routiniers baut Stollberg in dieser Saison auf seinen Nachwuchs. Die A-Jugend wechselte komplett zu den Männern. An das bislang letzte Gastspiel des FC im Vogtland verknüpfen die Reichenbacher noch gute Erinnerungen. Am 11. Juni machten sie eine Runde vor Saisonende den Klassenerhalt perfekt.

Richtungsweisenden Charakter besitzt die morgige Auseinandersetzung für beide. Stollberg liegt nur vier Punkte vom Spitzenplatz entfernt und will sich mit einem weiteren Auswärtserfolg oben festsetzen. Der RFC peilt einen einstelligen Tabellenplatz an. Aufgrund ihrer Personalsorgen stellt sich die Mannschaft fast von selbst auf. "Das darf aber keine Ausrede sein. Können wir endlich unsere Schwankungen während der 90 Minuten abstellen, dann sehe ich überhaupt nicht schwarz. Noch leisten wir uns zu viele Auszeiten", meint Uli Forner, der auf die gesperrten Nötzel (gelb-rote Karte), Bier (rote Karte in der zweiten Mannschaft), Witzke (Augenhöhlenriss), Rauchfuß (Zerrung) und Menzel (Sehnenentzündung) verzichten muss. Der unmittelbar vor Saisonbeginn durch eine Verletzung außer Gefecht gesetzte Schlussmann Ziesche steht dagegen wieder im Training und nimmt auf der Bank Platz.

 
erschienen am 31.10.2011 ( Von Olaf Meinhardt )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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