Trotz Euphorie träumen verboten
Aufwärtstrend beim Chemnitzer FC hält weiter an - Himmelblaue siegten bei Kickers Offenbach 1:0
Offenbach. Nach dem dritten Sieg und sechs ungeschlagenen Spielen in Folge hat sich der Aufsteiger mittlerweile ein hübsches 12-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet. Bei nur fünf Punkten Rückstand auf Platz drei träumen die allergrößten Optimisten jetzt sogar vom Durchmarsch. Torwart Philipp Pentke bremst hingegen die Euphorie: "Wir brauchen nicht zu träumen anzufangen. Für uns ist wichtig, am Ende der Saison über dem Strich zu stehen."
Im Stadion auf dem Bieberer Berg, das sich derzeit im Umbau befindet, war CFC-Trainer Gerd Schädlich zu zwei Umstellungen gezwungen. Für den gelbgesperrten Toni Wachsmuth rückte Marcel Wilke in die Innenverteidigung. Zudem ersetzte nach längerer Verletzungspause Selim Aydemir in seinem ersten Spiel seit Oktober den grippekranken Marcel Schlosser.
Hellwach von Anfang an
Mit einer konzentrierten Leistung von der ersten Minute an schafften es die Chemnitzer vor den 6470 Zuschauern, den Ball vom eigenen Tor wegzuhalten, auch weil die Hessen völlig planlos agierten. "Es war unser Ziel, Standards zu vermeiden, weil wir um die Offenbacher Stärke wussten", erklärte Schädlich nach dem Spiel. Nachdem Silvio Bankert aus elf Metern bereits eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, gelang den Himmelblauen mit dem schönsten Spielzug des Spiels der Siegtreffer. Einer Balleroberung von Simon Tüting folgte ein anschließender Konter mit einem Doppelpass zwischen Aydemir und Ronny Garbuschewski. Die scharfe Hereingabe von Garbuschewski bugsierte der Offenbacher Verteidiger Markus Husterer ins eigene Netz (23.).
Referee muss Spiel unterbrechen
Aufregung gab es dann vor allem noch einmal in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, als Schiedsrichter Christian Fischer die Partie für zehn Minuten unterbrach, weil aus der Offenbacher Fan-Geraden Feuerzeuge in Richtung des Linienrichters flogen. "Ich bin froh, dass es hinterher noch weiterging, weil wir keine geschenkten Punkte wollten. Und so haben wir das Spiel verdient gewonnen", meinte Schädlich. In der Schlussphase hatte Pavel Dobry die Entscheidung für die Himmelblauen zweimal auf dem Fuß, scheiterte jedoch einmal an Keeper Robert Wulnikowski (62.), beim anderen Versuch rettete OFC-Verteidiger Martin Stadel vor der Linie (68.).
Auf der anderen Seite überstand der CFC aber auch einen Freistoß der Platzherren ohne größere Probleme, nachdem Pentke den Ball leichtsinnigerweise zu lange in der Hand gehalten hatte (83.). "Ein optimaler Start für uns nach der Winterpause mit dem Auswärtssieg", freute sich Außenverteidiger Thomas Birk.
Statistik: Offenbach: Wulnikowski - Ahlschwede, Stadel, Husterer, Cincotta (79. Hayer) - Mehic (61. Testroet) - Hesse, Schwarz (61. Feldhahn), da Costa Junior (V), Hahn - Vogler.
Chemnitz: Pentke - Stenzel (V), Wilke, Bankert, Birk - Sträßer, Tüting (V/86. Hörnig) - Garbuschewski, Aydemir (V/62. Schaschko) - Dobry, Förster (V/46. Fink).
Schiedsrichter: Fischer (Hemer), Tor: 0:1 Husterer (23., Eigentor), Zuschauer: 6470.