Kottengrüns spielender Torwart Chris Warmbier (links) sichert im Gruppenspiel gegen Merkur Oelsnitz den Ball vor Steffen Stumpe. Foto: Oliver Orgs
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Überraschung: Oelsnitz verpasst das Halbfinale
Der SV Merkur strich bereits in der Gruppenphase die Segel. Auch der VfB Auerbach II enttäuschte und blieb ohne Zähler.
Staffel A
Der VFC Plauen erwischte einen Start nach Maß. Trotz des verschossenen Elfmeters von Färber führte der Landesligist nach sieben Minuten 3:0. Als Treuens Fritzlar zweimal richtig stand, antwortet Zierold mit dem 4:2. Doch Wolf machte das Match mit dem 3:4 noch einmal spannend. Acht Sekunden vor dem Ende gab es für Treuen eine Ecke und mit der Schlusssirene drückte Meyer den Ball zum Ausgleich über die Linie. Die zweite Partie des Nachmittags stand ganz im Zeichen des Rodewischer Torhüters Seidel. Nach ruhigem Beginn konnte Seidel mehrere Chancen der Reichenbacher entschärfen. Nach zwölf Minuten glückte ihm sogar die Führung. Doch beide Landmesser-Tore und damit die 1:2-Niederlage gingen auf sein Konto. Erst nutzte der RFC- Kicker einen Abspielfehler des Rodewischer Keepers, wenig später luchste er ihm beim Dribbelversuch die Kugel ab. Rodewisch erholte sich schnell von der Auftaktpleite. Gegen Treuen gewann das Vogtlandklasse-Team 4:2.
In der Vorrunde besiegte der VFC Plauen den Reichenbacher FC 3:1. Auch im Gruppenspiel der Endrunde gingen die Spitzenstädter als Sieger vom Platz. Der spielende Torwart Demmler brachte den RFC in Front. Erste Auseinandersetzungen zwischen VFC- und RFC-Fans folgten. Durch ein Eigentor und einen Treffer von Matthes drehten die Plauener das Match. Zwar gelang Kästner der Ausgleich, doch Freimann machte in Überzahl den Dreier perfekt. Gegen Rodewisch fuhr der VFC Plauen den nächsten Sieg (4:1) ein und sicherte sich Platz 1 in der Staffel A. Den zum Weiterkommen nötigen Punkt erzitterte sich der RFC gegen Treuen (2:2). Zweimal traf er in Überzahl, kassierten aber dabei immer wieder den Ausgleich.
Staffel B
Der SC Syrau und der SV Kotten-grün schalteten in der Gruppe B Merkur Oelsnitz und den VfB Auerbach II aus. Wie schon so oft in der Hallenfußball-Historie wuchsen die Syrauer auch in dieser Endrunde über sich hinaus. Mit einem Dreierpack führte sich Fischer bei seinem Debüt im Syrauer Trikot beim 4:2 über Auerbach prächtig ein.
Gegen Kottengrün (2:1) drehte dann Feger per Doppelschlag den 0:1-Rückstand. Trotz der beiden Siege musste der Vogtlandligist im abschließenden Spiel gegen Merkur Oelsnitz (2:2) bis zur letzten Sekunde zittern. Doch Nestripke und Weigl egalisierten den jeweiligen Rückstand und so durfte der lautstarke Anhang der Syrauer den überzeugenden Halbfinaleinzug des Außenseiters bejubeln. Der SV Kottengrün schockte zum Auftakt die Oelsnitzer Landesliga-Kicker. Bis zum 2:2-Ausgleich hielt Merkur noch mit, dann schlugen die cleveren Kottengrüner eiskalt zu. Matchwinner war Bitterbier, der beim 6:4-Erfolg drei Tore erzielt. Dem unkonzentrierten Auftritt gegen Syrau ließen die Kottengrüner einen sicheren 4:1-Sieg gegen Auerbach II folgen. Angeführt vom spielenden Torwart Warmbier, gab sich Kottengrün diesmal keine Blöße.
So scheiterte Merkur Oelsnitz letztlich an sich selbst, weil das Team zu oft Ruhe und Souveränität vermissen ließen. Im entscheidenden Spiel gegen Syrau fehlte nur ein Tor zum Weiterkommen, doch die Oelsnitzer ließen sich von der aufkommenden Hektik beeindrucken. Die Auerbacher waren auch deshalb chancenlos, weil sie nur mit zwei Wechselspielern anreisten und lediglich der 40-jährige Stabenow als spielender Torwart zu überzeugen wusste.