VFC II "stopft" und siegt weiter
Fußball-Landesliga: Mit einem 1:0-Sieg bei den Kickers Markkleeberg ist der VFC Plauen II dem Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher gekommen.
MarkkleebergDer VFC Plauen II hat in den vergangenen zwei Monaten sieben Vereine überholt. Das einstige Schlusslicht der Fußball-Landesliga ist bis auf Tabellenplatz 10 nach oben geklettert: 19 von 24 möglichen Punkten wurden in diesem Zeitraum erobert. Dennoch können die Plauener auch nach dem etwas glücklichen 1:0-Erfolg bei den Kickers in Markkleeberg immer noch nicht endgültig aufatmen. "Gegenwärtig würden vier Klubs absteigen. Es kann aber auch fünf Vereine treffen, wenn zwei sächsische Vertreter aus der Oberliga nach unten müssen", werkelt Trainer Thomas Wolfrum nach wie vor mit dem Rechenschieber herum. Denn der VFC II liegt nur magere drei Zähler über dem Strich.
Allerdings könnten die Vogtländer am Freitag, 18.30 Uhr im vorgezogenen Heimspiel gegen den FC Sachsen Leipzig II eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten erzwingen. "Dazu dürfen wir aber nicht so viele Gelegenheiten zulassen wie in Markkleeberg. Dort hat uns Torhüter Patrick Schüler ganz toll geholfen", blickt Coach Wolfrum noch einmal kurz zurück. In einem Duell auf Augenhöhe schoss Patrick Schröter (22.) nach einer Ecke das Tor des Tages. Der zum Regionalliga-Aufgebot gehörende Stürmer verstärkte zusammen mit Andy Müller und Steven Sonnenberg die zweite Mannschaft.
Das sogenannte "Stopfen" wird von vielen Vereinen gar nicht gerne gesehen, doch das Plauener Modell ist nach den Worten von Thomas Wolfrum nicht mit anderen Klubs zu vergleichen. "Wir haben keine 44 Spieler wie andere Vereine, sondern bei uns lebt die zweite Mannschaft unmittelbar von der Reservebank der Regionalliga-Elf", so Wolfrum. Das Sparkonzept der Plauener hat übrigens einen großen Vorteil für die Spieler selbst: "Die Landesliga hat viele Talente weit nach vorne gebracht. Gedanklich, vom Niveau her und besonders in der individuellen Entwicklung hat sich unsere Leistungspyramide positiv entwickelt", stellt Thomas Wolfrum klar.
In der Tat: Eigengewächse wie Andreas Knoll, Danny Wild, Bastian Wolf, Tommy Färber, Patrick Schröter und Torwart Patrick Schüler sind auf jeden Fall näher an das höherklassige Niveau herangerückt. Das sieht im Augenblick nur kaum einer, weil die Regionalliga-Elf derzeit mit ihren schwachen Leistungen den Fokus auf sich zieht und die Talente bei Kurzeinsätzen in der vierten Liga deshalb häufig gnadenlos untergehen.