Aufgebot des Fußball-Regionalligisten VFC Plauen: Hintere Reihe von links: Co-Trainer Ron Orlamünder, Torwarttrainer und Mannschaftsleiter Thomas Sesselmann, Falk Schindler, Carsten Paulick, René Schulze, Martin Hoßmang, Ronald Wolf, Patrick Schröter, Physiotherapeut Silvio Schubert, Physiotherapeut Sebastian Köhler. Mittlere Reihe von links: Präsident Wilfried Hub, Co-Trainer Axel Schröter, Chef-Trainer Thomas Hoßmang, Daniel Rupf, Felix Lietz, Philipp Zeiger, Bastian Wolf, Michel Petrick, Sascha Thönelt, Kai Zimmermann, Mannschaftsarzt Dr. Karsten Albig, Sportlicher Geschäftsführer Jens Starke, Vorsitzender Aufsichtsrat Uwe Schmidt. Vordere Reihe von links: Danny Wild, Marc-Philipp Zimmermann, Paul-Max Walther, Christian Person, Philipp Unversucht, Oliver Birnbaum, Justus Six, Tony Schmidt, Andreas Knoll.
Foto: VFC Plauen
VFC Plauen zum Erfolg verdammt
Die neu formierte Mannschaft von Trainer Thomas Hoßmang will das kritische Publikum mit guten Leistungen zurückgewinnen
Plauen. Weil es wegen der Neustrukturierung in der Fußball-Regionalliga in dieser Saison keine Absteiger gibt, steht der VFC Plauen vor drei großen Problemen. Zum einen wird es für ihn sehr schwer, den ohnehin recht massiven Zuschauerschwund aufzuhalten. Außerdem könnte es im 22-köpfigen Kader auch hier und da zu Motivations-Hemmnissen kommen, da die Vogtländer von der Sache her 34 Freundschaftsspiele bestreiten. In Kombination könnte dieses Szenario in der Endkonsequenz bares Geld kosten, denn Verhandlungen mit Sponsoren lassen sich nur dann gewinnbringend führen, wenn es auf dem Rasen und den Rängen gut läuft.
"Wir sind zum Erfolg verdammt. Wir müssen das kritische Plauener Publikum zurückgewinnen. Für uns geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um gute Leistungen", steht der neue Coach Thomas Hoßmang vor der bislang wahrscheinlich schwierigsten Etappe seiner Trainerlaufbahn.
Acht Spieler wurden im Sommer nach einer vollkommen verkorksten Saison ausgemustert. Ob nun der neue Anzug gleich auf Anhieb passt, "das kann im Augenblick keiner sagen. Wir müssen sicher auf Rückschläge gefasst sein und brauchen vor allem Geduld", ist selbst Assistenztrainer Ron Orlamünder gespannt, wie sich der neu formierte VFC aus der Affäre zieht.
Die Generalprobe für die kommende Serie jedenfalls setzten die Vogtländer vollständig gegen den Baum. Die jüngste 0:3-Heimniederlage gegen Greuther Fürth II (Regionalliga Süd) hinterließ mehr Fragen als Antworten. Eine Erklärung fand selbst der sonst so wortreiche Motivator Thomas Hoßmang nicht: "Meine Mannschaft wirkte müde", hielt sich der 44-Jährige deutlich zurück.
Den einstelligen Tabellenplatz und die durchschnittlich angestrebten 1200 Zuschauer erreichen die Plauener mit derartigen Leistungen nicht. "Aber es gab während der Vorbereitung auch sehr viele Lichtblicke. Diese Truppe hat großes Potenzial", ist sich Ron Orlamünder sicher. "Wir haben bei der Spielersuche großen Wert auf Schnelligkeit gelegt. Ich hoffe, es macht sich auch schnell bemerkbar", blickt Trainer Hoßmang auf die kommenden Wochen.
In der Start-Elf am Samstag beim VfB Lübeck werden mit Philipp Unversucht, Ronald Wolf, Tony Schmidt und Marc-Philipp Zimmermann vier Neuzugänge erwartet. Der Konkurrenzkampf im Team ist groß, der neue Trainer scheint hoch motiviert. Er schickte seine Jungs im Juli nicht nur einmal um sieben in der Früh zum Waldlauf.
Vielleicht war die knallharte Vorbereitung im abschließenden Testspiel gegen Greuther Fürth II der Grund für das kollektive Versagen. Egal: "Wir müssen um jeden Zuschauer kämpfen und so verspielten Kredit zurück erobern", kündigt Thomas Hoßmang an. Ganz vorn in der Tabelle erwartet er den RB Leipzig, dem Kiel und Halle sowie der VfL Wolfsburg II das Leben schwer machen könnten.