Veilchen auf Tour: Team zeigt Charakter

Lila-Weiße verdienen sich in Aachen Punkt

Nachdem die treuen Fans des FC Erzgebirge Aue in Bochum noch ganz bitter enttäuscht worden sind, durften sie sich am Sonntagnachmittag gleich um die Ecke in Aachen beim 1:1 (0:0) zumindest über einen Zähler freuen. Quasi als Quittung für den desolaten Auftritt eine Woche zuvor "verirrten" sich diesmal allerdings nur noch knapp 200 Schlachtenbummler der Lila-Weißen ins Stadion. Das ist Negativrekord in dieser Saison.

Die Unverwüstlichen sahen im Vergleich zum Bochum-Spiel eine andere Auer Mannschaft, die von Beginn an den Willen zur Wiedergutmachung zeigte. So stimmten diesmal vor allem die Grundordnung und das Zweikampfverhalten. Die Veilchen versuchten, nach vorn zu spielen, wollten den Worten offensichtlich Taten folgen lassen. Besonders wichtig war, dass sie sich auch nach dem Rückstand durch das Tor des starken Benjamin Auer kurz nach der Pause nicht hängen ließen. Vielmehr gaben sie sofort Gas und verdienten sich den Ausgleich durch Tobias Kempe in der 64. Minute redlich. Kurioserweise hatte ein Aachener Balljunge eine Aktie an dem Treffer. Denn Ausgangspunkt war ein Einwurf, für den der Junge den Auern ganz fix das Leder übergab. Dass die Veilchen einen Punkt mitnehmen durften, lag nicht zuletzt am guten Martin Männel im Kasten. Der parierte zum Beispiel in der 89. Minute gegen Benjamin Auer wie eine Katze.

Ein kleiner Schwachpunkt beim FCE war Mike Könnecke. Dem fehlt bei allem Fleiß in vielen Situationen noch die Reife für die zweite Liga. Da machte der für ihn eingewechselte Guido Kocer deutlich mehr Betrieb. Allerdings vergab eben jener Kocer auch die vielleicht größte Chance zum 2:1 für Aue, als er freistehend das Leder aufs Alemannia-Tor köpfte, aber ein Aachener auf der Linie klären konnte.

Eines jedoch gibt die Leistung der Veilchen auf alle Fälle: Mut für das extrem wichtige letzte Spiel in diesem Jahr am Freitagabend gegen den FC Ingolstadt. Auch da wird wieder ein ähnlicher Kampfgeist gefragt sein wie am Sonntag in Aachen.

 
erschienen am 12.12.2011 (Von Burkhard Schulz)
 
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