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Vettel hat Respekt vor Magdalena Neuner

Foto: FRANCK FIFE (AFP)

Vettel hat großen Respekt vor Neuner

erschienen am 28.02.2012

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat großen Respekt vor der fast gleichaltrigen Biathlon-Königin Magdalena Neuner und vor allem vor ihrem Mut, schon mit 25 Jahren die Karriere zu beenden. "Ich glaube, von außen kann man so etwas vielleicht nicht verstehen, in der Form, in der sie im Moment ist, so erfolgreich, wie sie ist, bei der Kraft, die sie ausstrahlt. Es gibt eigentlich keinen Grund, genau an dem Punkt aufzuhören", sagte Vettel vor der Biathlon-WM in Ruhpolding (29. Februar bis 11. März) im Interview des Monats des Sport-Informations-Dienst (SID), fügte aber hinzu: "Ich finde es gut, dass sie dazu steht und sie ihr klares Ziel vor Augen hat, dass es auch noch andere Dinge gibt außer dem Sport."

Rekordweltmeisterin Neuner, die ihre Abschiedssaison mit sechs Medaillen bei der Heim-WM krönen will, stellt am Saisonende ihre Skier und das Gewehr in den Keller, um endlich ihr Privatleben zu genießen. "Ich mache kein Biathlon und bin kein sehr guter Langläufer, aber wenn man generell im Sport zu Hause ist und den Rhythmus ein bisschen kennt, ständig unterwegs zu sein, sehr viel zu trainieren und eben nicht die Zeit zu haben für normale Dinge, sich nicht so normal bewegen zu können wie andere, kann man das schon verstehen", sagte Vettel.

Der Formel-1-Pilot verschwendet selbst noch keine Gedanken an einen Rückzug ins Privatleben. "Im Moment stellt sich die Frage für mich nicht. Ich bin sehr glücklich. Wenn ich nicht mehr Rennen fahren würde, nicht mehr in der Formel 1 wäre, dann würde mir etwas fehlen", sagte Vettel, wie Neuner 1987 geboren: "Die Zufriedenheit, die ich habe, wenn ich im Auto sitze und fahren kann, habe ich bis jetzt noch nirgends anders gefunden. Das genieße ich sehr."

Vettel peilt in diesem Jahr seinen dritten Titel in Folge an, das ist vor ihm erst dem legendären Argentinier Juan Manuel Fangio und Rekordweltmeister Michael Schumacher gelungen. Der Red-Bull-Pilot wäre aber auch konsequent, den Helm an den Nagel zu hängen, wenn er irgendwann einmal keinen Spaß mehr an der Formel 1 hätte. "Wenn man für sich selbst den Punkt erreicht, wo es einem auf die Nerven geht, aus dem einen oder anderen Grund, sollte man auch dazu stehen und nicht sagen, ich mache noch weiter, weil es ein gutes Jahr werden, ich noch den einen oder anderen Erfolg erreichen könnte oder ich einfach gutes Geld verdiene", sagte er.

 
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