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Lutricia Bock darf seit wenigen Tagen wieder aufs Eis.

Foto: Kristin Schmidt

Zwangspause hat endlich ein Ende

In dieser Woche kehrte die Chemnitzerin Lutricia Bock nach ihrer Knieoperation wieder auf das Eis zurück. Die Deutsche Meisterin denkt nun an die nächste Saison.

Von Martina Martin
erschienen am 24.03.2017

Chemnitz. Während der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft kommende Woche in Helsinki wird Lutricia Bock natürlich vor allem die Damenentscheidung verfolgen. Klar, dass die Chemnitzerin wissen will, was die internationalen Konkurrentinnen beim Saisonhöhepunkt zeigen. Gleichzeitig hofft sie sehnlichst, dass die deutsche Teilnehmerin Nicole Schott einen Startplatz für die Winterspiele in Pyeongchang (Südkorea) erkämpft. Dafür muss sie sich mindestens unter den besten 20 Läuferinnen einordnen. "Ich möchte in der nächsten Saison wieder angreifen, Olympia ist mein großes Ziel", meinte Lutricia Bock in dieser Woche voller Optimismus.

Dabei darf sie erst seit ein paar Tagen wieder ihre Eislaufstiefel schnüren. Die Bewegungen auf dem glatten Parkett sind noch sehr vorsichtig, ab und an probiert sie mal kleine Hüpfer oder versucht eine Pirouette. "Ich muss alles sehr vorsichtig angehen, immer konzentriert und vernünftig bleiben", sagt die 17-Jährige und nimmt sich dabei auch selbst ein wenig in die Pflicht, dass sie es vor allem in der Anfangszeit nicht übertreibt. Denn sie besitzt von jeher vergleichsweise sehr viel Ehrgeiz, mit dem sie auch so manche schwierige Phase in ihrer noch jungen Laufbahn bewältigte. Beispielsweise, als sie im Herbst 2015 einige Zeit oft ohne Trainer ihr Programm allein absolvierte.

Doch das ist längst Vergangenheit, denn inzwischen arbeitet die Deutsche Meisterin von 2016 mit Erfolgscoach Ingo Steuer zusammen. In den zurückliegenden drei Monaten konnte der 50-Jährige seinen Schützling aber nur moralisch unterstützen, Einheiten auf dem Eis waren tabu. Am 15. Dezember 2016, einen Tag vor Beginn der nationalen Titelkämpfe, bei denen Lutricia Bock eigentlich ihre Goldmedaille verteidigen und sich für die Topereignisse qualifizieren wollte, passierte das Missgeschick. Auf dem Weg in die Eishalle rutschte sie auf einer Treppe aus, später bekam sie im Training Probleme mit dem linken Knie und musste abbrechen. Bei einer MRT-Untersuchung wurde ein Riss am Innenmeniskus festgestellt. Kurz vor Weihnachten erfolgte in der Arthromed-Praxisklinik Chemnitz die Operation.

"Es ging dann relativ schnell mit den verschiedenen Behandlungen für mich los. Nach sechs Wochen fing dann das Reha-Training an, vier Stunden machte ich täglich meine Übungen" berichtete Lutricia Bock. Dabei war sie zudem froh, dass ihr die Ärzte bei den Folgeuntersuchungen stets einen normalen Heilungsverlauf bescheinigten. Stück für Stück kann sie ihr Pensum auf den Kufen, aber auch bei den Ballett- und Athletikübungen erhöhen. Nach Ostern startet dann in Übersee die erste heiße Phase für die neue Saison: Zunächst trainiert sie zwei Wochen im Camp von Starcoach Brian Orser in Toronto, danach geht es nach Detroit, um beim renommierten Choreographen Pasquale Camerlengo eine neue Kür aufzubauen.

WM in Helsinki

Deutsches Aufgebot:Herren: Paul Fentz (Berlin); Damen: Nicole Schott (Oberstdorf); Paare: Aljona Savchenko/Bruno Massot (Oberstdorf); Fabienne-Minerva Hase/Nolan Seeger (Berlin); Eistanz: Kavita Lorenz/Joti Polizoakis (Oberstdorf).

Zeitplan: Mittwoch: 10.40 Uhr: Kurzprogramm (Damen); 18.10: Kurzprogramm (Paare); Donnerstag: 12.10: Kurzprogramm (Herren); 18.55: Kür (Paare); Freitag: 11 Uhr: Kurztanz (Eistanz); 18 Uhr: Kür (D); Sonnabend: 10.50: Kür (H); 16.35: Kür (Eistanz).

Fernsehen: Eurosport: Entscheidungen live, Aufzeichnungen.

 
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