Jenny Wolf belegt nur den elften RangFoto: (Pixathlon / pixxmixx)
Wolf wird nur Elfte, behält aber ihren Weltrekord
Eissprinterin Jenny Wolf behält ihren 500-m-Weltrekord, muss aber weiter auf ihren zweiten Weltcup-Sieg in diesem Winter warten. Die Berlinerin kam zum Auftakt des Sprint-Weltcups auf der schnellsten Bahn der Welt in Salt Lake City nicht über einen enttäuschenden elften Rang hinaus und musste ihr schwächstes 500-m-Ergebnis seit Dezember 2008 (Sturz in Nagano) hinnehmen. Immerhin blieb Wolf nach dem ersten von zwei Sprints auf dem Blitzeis der Olympiahalle von 2002 einzige deutsche Einzelstrecken-Weltrekordlerin.
Während sie selbst ihre Bestzeit von 37,00 Sekunden um 86 Hundertstel verpasste, fehlten Siegerin Lee Sang Hwa aus Südkorea 38 Hundertstel, um als erste Läuferin die Schallmauer von 37 Sekunden zu durchbrechen. Die Olympiasiegerin baute mit ihrem zweiten Saisonsieg auch ihre Führung im Sprintweltcup aus. Lee hat mit 550 Punkten nun 106 Zähler Vorsprung auf die zweitplatzierte Wolf. Lauf-Zweite wurde am Samstag die Japanerin Nao Kodaira (37,42) vor Heather Richardson aus den USA (37,58).
Die Chinesin Yu Jing, die bei vier Starts in dieser Saison vier Siege verbucht hatte, musste sich in 38,09 Sekunden mit dem 14. Platz begnügen. Die Erfurterin Judith Hesse belegte in 38,26 Sekunden den 16. Platz. Am Sonntag findet auf der Olympiabahn von 2002 ein weiterer Sprint statt. Wolf hatte ihren Weltrekord im Dezember 2009 an selber Stelle aufgestellt.
Auch in den übrigen drei Entscheidungen am Samstag blieben Weltrekorde aus. Der Bestzeit am nächsten kam Christine Nesbitt. Die Weltcup-Führende verbuchte im vierten 1000-m-Lauf der Saison den vierten Sieg und verfehlte den knapp sechs Jahre alten Weltrekord von Cindy Klassen (Kanada/1:13,11) nur um 25 Hundertstel. Die Kanadierin verwies Heather Richardson (USA/1:13,99) und Doppel-Olympiasiegerin Ireen Wüst (Niederlande/1:14,51) souverän auf die Plätze zwei und drei. Die Berlinerin Monique Angermüller wurde in 1:15,06 Minuten wie schon beim Weltcup zuvor in Heerenveen Achte.
Bei den Männern belegte über 1000 m der Berliner Samuel Schwarz in persönlicher Bestzeit von 1:08,32 Minuten den achten Platz. Olympiasieger Shani Davis (USA), der seinen Weltrekord (1:06,42) in 1:07,20 Minuten deutlich verfehlte, hielt an der Spitze den Kanadier Denny Morrison (1:07,39) und Stefan Groothuis aus den Niederlanden (1:07,45) auf Distanz.
Über 500 m gewann der Japaner Keiishiro Nagashima (34,37) vor Jan Smeekens (34,40), der niederländischen Rekord lief. Dritter wurde der Amerikaner Tucker Fredricks (34,45). Auch in diesem Rennen war der Weltrekord (34,03), den der Kanadier Jeremy Wotherspoon im November 2007 aufstellte, außer Reichweite. Deutsche Läufer waren in der starken A-Gruppe nicht am Start.