Dem A6 ein wenig näher gerückt: Der aufgefrischte Audi A4 wirkt jetzt noch gestreckter und eleganter.
Dem A6 ein wenig näher gerückt: Der aufgefrischte Audi A4 wirkt jetzt noch gestreckter und eleganter.

Foto: Audi

Bestseller auf Verjüngungskur

Neuer Audi A4: Wiedererkennungseffekt ist gewollt

Chemnitz. Bewährtes sollte gepflegt und nicht radikal geändert werden. Nach dieser Devise hat sich Audi für eine behutsame Überarbeitung entschieden, um seinen Bestseller aufzufrischen. Vier Jahre nach dem Start der siebten Generation soll der neue A4 Wiedererkennbarkeit und damit hohe Restwerte der Vorgängermodelle ermöglichen, zum anderen im Wettbewerb mit dem brandneuen Dreier von BMW im bewährten Tempo mithalten können.

Rechnet man das Modell 80 mit, so hat Audi seit 1972 über zehn Millionen Fahrzeuge verkauft. Der A4 ist der erfolgreichste Typ der Ingolstädter, deren wichtigster Absatzmarkt China mit dem Produktionsstandort Changchun ist. Nicht zuletzt der hohen Akzeptanz in der Mittelklasse verdankt Audi seine starke Stellung, die in diesem Jahr zu einem Überflügeln von Mercedes als Nummer 2 in der Premiumklasse hinter BMW geführt hat.

An Selbstbewusstsein mangelt es also Audi nicht, wenn es den Verzicht auf ein grundlegendes Facelift begründet. Weil das aktuelle Modell so formvollendet wirkt, gelten einige dezente Änderungen als ausreichend. Man muss Betrachter darauf stoßen, um die Unterschiede festzustellen: Die keilförmigen Scheinwerfer tragen an der Unterkante eine leichte Welle, die Stoßfänger erhalten kantige Lufteinlässe, auch die überarbeiteten Gitter und die flachen Nebelscheinwerfer heben sich nur unwesentlich von der bekannten Optik ab.

Ausgereift und in der lang gestreckt wirkenden Silhouette dem größeren A6 recht nah gekommen: So präsentiert sich der A4 auf einer Länge von nunmehr 4,70 Meter (Limousine und Avant) als stattliches Mittelklasse-Auto, das seine Stärken nicht nur in der gefälligen Außenansicht präsentiert. Bestechend ist die Verarbeitungsqualität, die fühlbar Wertanmutung und Präzision verrät. Nachgebessert haben die Designer bei Details: Das Lenkrad ist ebenso neu wie eine vereinfachte Bedienung des Infotainment-Systems MMI sowie ein Mehr an Chromeinfassungen und neue Dekore. Von den klassenhöheren Modellen hat der A4 einen Müdigkeitswarner übernommen, der mit dem Symbol einer dampfenden Tasse Kaffee eine Pause anmahnt. Die Berechnung nimmt ein Computer vor, der Lenk-und Gasbewegungen registriert, natürlich auch Fahrstrecke-und Zeit.

 
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Bestseller auf Verjüngungskur
1,8-Liter-TFSI-Motor mit 170 PS
 
erschienen am 16.12.2011 ( Von Hubert Kemper )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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