Betrug bei Immobiliengeschäften vermutet
Kripo-Chef starb 1999
Plauen: Ein Komplex dreht sich auch um Plauen. Im Vogtland trugen die Verfassungsschützer und deren Verbindungsleute Informationen zusammen, die vermuten lassen, dass der ehemalige Chef der Plauener Kriminalpolizei, Karlheinz Sporer, Millionenbetrügereien in der Immobilienbranche gebilligt hat. Dafür soll er kostenlos Dienste in einem Plauener Nachtklub in Anspruch genommen haben. Der Kripo-Chef beging 1999, als ihm der Prozess gemacht wurde, Selbstmord. Bis heute halten sich Zweifel an der Selbstmord-Version.
Auch sollen seinerzeit in kriminelle Netze eingebundene Personen heute noch immer in wichtigen Positionen sitzen. Dubiose Verbandelungen werden auch einem FDP-Bundestagsabgeordneten nachgesagt. Dies lässt auf den Plauener Joachim Günther schließen. Der allerdings wies derartige Unterstellungen gegenüber der "Freien Presse" als haltlos zurück. "Ich finde das Ganze lächerlich", sagte er.
Die Plauener Verwicklungen hat der Autor Jürgen Roth in seinem neuen Buch
"Anklage unerwünscht"
aufzugreifen versucht und sorgt damit über das Vogtland hinaus für Gesprächsstoff.