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Buchbranche kämpft mit Nachwuchsmangel
Zahl der Ausbildungsplätze um knapp ein Drittel zurückgegangen
Leipzig (ddp-lsc). Die Buchbranche sieht sich mit einem eklatanten Nachwuchsmangel konfrontiert. Die Bildungsdirektorin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Monika Kolb-Klausch, sagte am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse, im vergangenen Jahr sei die Zahl der Ausbildungsplätze um knapp ein Drittel zurückgegangen, unter anderem auch, weil es nicht genügend geeignete Bewerber gegeben habe. "Viele Ausbildungsplätze, auf die wir angewiesen sind, sind nicht zu besetzen", stellte sie fest.
Grund ist nach Ansicht des Börsenvereins unter anderem ein "antiquiertes" Image vom Beruf des Buchhändlers sowie die Unsicherheit durch die zunehmende Digitalisierung. Die Wahrnehmung des Berufs liege 15 bis 20 Jahre hinter der Realität zurück.
Um mehr junge Leute für eine Ausbildung in der Buchbranche zu begeistern, startet der Börsenverein eine Image-Kampagne, die die Zukunftschancen im Buch- und Verlagswesen aufzeigen soll. Mit einer Internetseite, Postkarten und Videoclips sollen vor allem Abiturienten angesprochen und überzeugt werden. Auch gebe es einzelne Patenschaften mit Schulen. "Dort müssen wir hin", sagte Kolb-Klausch.
Zudem startet im Sommer erstmals ein eigener Bachelor-Studiengang für Buchhandels- und Medienmanagement an der Berliner Steinbeis-Hochschule. Dort sollten junge Menschen medienübergreifend ausgebildet werden, sagte Hochschul-Direktor Carsten Rasner. Neben dem klassischen Buchhandel sollen auch moderne internetbasierte Vertriebs- und Marketingformen gelehrt werden. Pro Studiengang können bis zu 90 Studenten aufgenommen werden, die Kosten belaufen sich auf rund 10 000 Euro.
(ausbildung-buchhandel.de)
(ddp)