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Das Immunsystem mit Sport und Vitaminen gegen Erkältungen wappnen
Im Spätsommer steigt durch kühlere Temperaturen bereits die Gefahr von Erkältungen
Offenburg (ddp). Der Spätsommer ist ein launischer Geselle: Der Wechsel zwischen hochsommerlichen Temperaturen und kühlen Tagen schafft ideale Bedingungen für Erkältungsviren, weiß der Offenburger Allgemeinmediziner Werner Marxer. Glücklicherweise kann man vorbeugend einiges tun, um den Erregern das Leben schwerzumachen.
"Prinzipiell gehören dazu alle abhärtenden Maßnahmen, mit denen das körpereigene Immunsystem gestärkt wird", erklärt Marxer, "also beispielsweise eine gesunde und vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige sportliche Aktivitäten." Auch regelmäßige Saunagänge seien empfehlenswert. Vermeiden solle man hingegen kalte Füße und überhaupt ständiges Frieren, da dies das Immunsystem schwäche und den Körper anfälliger für Infekte mache.
Seinen Patienten rät Marxer mitunter auch, Vitamin-C-Nahrungsergänzungsmittel oder Präparate mit Inhaltsstoffen aus Echinacea einzunehmen. "Die Wirkung ist zwar wissenschaftlich bislang nicht belegt - aber ich habe gute Erfahrungen mit diesen Mitteln gemacht", sagt der Mediziner.
Auch Nasenduschen können eine vorbeugende Maßnahme sein, erklärt Marxer, "denn damit werden nicht nur Pollen, sondern auch Keime aus der Nase herausgespült." Sei die Erkältung schon in vollem Gange, empfänden einige Menschen Nasenspülungen allerdings als unangenehm.
Für eine geschmackliche Zumutung halten viele den Salbeitee. "Dem Salbei werden antivirale Eigenschaften nachgesagt, und ich empfehle bei Racheninfekten das Gurgeln mit Salbeiextrakten recht gern", betont jedoch Werner Marxer.
Eine wichtige Verhaltensregel zur Erkältungsvorbeugung lautet außerdem: Auf sorgfältige Handhygiene achten! "Die größte Ansteckungsgefahr geht vom Händeschütteln aus sowie von Türklinken und Haltegriffen in Bus oder Bahn", betont Marxer. Darum sollten die Hände besonders sorgfältig gewaschen und Berührungen von Mund-, Nasen- und Augenschleimhäuten mit ungewaschenen Händen vermieden werden. Beim Husten oder Niesen gilt entsprechend: nicht in die Hand, sondern besser in die Armbeuge.
ddp