Auch ohne den Namenszusatz "Passat", den Volkswagen gestrichen hat, ist der CC (Comfort-Coupé) ein wahrer Hingucker.
Auch ohne den Namenszusatz "Passat", den Volkswagen gestrichen hat, ist der CC (Comfort-Coupé) ein wahrer Hingucker.

Foto: Volkswagen

Dem Phaeton auf der Spur

Aus dem Passat CC wird der CC

Chemnitz. Dass Passanten einen Volkswagen neugierig-bewundernd betrachten, ist keine Selbstverständlichkeit. Gut: Es gibt den kultigen New Beetle, es gibt sportlich aufgemotzte Abkömmlinge des Golf. Doch einen echten Hingucker schickten die Wolfsburger erst vor knapp vier Jahren auf die Straße. Es war der Passat CC, der mit seiner eleganten Erscheinung Aha-Erlebnisse auslöste. VW zeigte, wie man Anmut, Raumbedarf und Preiswürdigkeit zu einem vorzeigbaren Ergebnis führen kann.

Optisch attraktive Alternative

Bahnbrecher in der Klasse der viertürigen Coupés waren die Konkurrenten aus Stuttgart. Doch der Mercedes CLS spielt preislich in einer anderen Liga. Dank Designchef Walter de Silva gelang es Volkswagen, eine optisch attraktive Alternative auf die Räder zu stellen, die in ihrer Kombination besticht: Sie verbindet den Charakter eines betont sportlichen Fahrzeugs mit dem Nutzwert einer ausgewachsenen Limousine. Vom Erfolg ihres Nachzüglers zeigten sich die VW-Initiatoren selbst überrascht: Aus der Nische entwickelten sie ein Segment. Mehr als 320.000 Passat CC liefen seit 2008 im Werk Emden vom Band.

Nun steht der Nachfolger in den Startblöcken. Der Name "Passat" ist gestrichen. Als "CC" (Comfort-Coupé) soll der Ableger des Mittelklasse-Verkaufsrenners mehr Eigenständigkeit gewinnen. Gemeint sind die neu gestalteten Front- und Heckpartien. Die Marketing-Abteilung spricht von der "VW-Design-DNA", wenn sie die Veränderungen erklärt. "Familiengesicht" klingt sicher verständlicher. Grill und Scheinwerfer sind horizontal ausgerichtet, die Haube und der Stoßfänger neu geformt. Edler und dynamischer soll der äußere Auftritt des CC ausfallen, hinten gehören LED-Leuchten zur Serienausstattung.

Bei flüchtiger Betrachtung könnte man auf den Phaeton tippen. Die Gefahr der Verwechslung ist durchaus erwünscht. Ob sie bei allen Kunden gut ankommt, muss man abwarten. Denn mit der größeren Nähe zur Oberklasse und der Anpassung an die kräftigen Formen des großen Volkswagens büßt der CC seine filigrane Leichtigkeit ein, die ihn bisher so attraktiv und unverwechselbar machten. Dazu zählten auch die runden Heckleuchten. Die neue Designsprache betont horizontale Linien - scharf gezeichnet und markant, aber ohne eigene Charakteristik.

 
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Dem Phaeton auf der Spur
Ziel: Lückenschluss
 
erschienen am 03.02.2012 ( Von Hubert Kemper )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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