Citroën Citroën DS3. Mit einer großen Palette von Gestaltungsmöglichkeiten kann jeder "Göttin"-FAhrer sich sein Auto individuell gestalten.

Foto: Citroën

Die Wiedergeburt einer legendären Baureihe

Citroën lässt die DS-Baureihe aufleben - Das C3-Pendant überzeugt durch Sportlichkeit - Große Spielwiese für Individualisten

Chemnitz. Der Mini macht Mode. Freche Lifestyle-Autos sind "in". Citroën folgt dem Trend. Nicht im Retro-Stil wie der Mini von BMW oder der 500er von Fiat. Nach vorn gewandt wollen sich die Franzosen präsentieren, doch bei der Namensgebung "DS" greifen sie bewusst in die Schatzkiste ihrer Tradition.

Denn französisch ausgesprochen entsteht fonetisch das Wort für Göttin: déesse. Und dieser Name verkörperte in den 50er- und 60er- Jahren das avantgardistische Design der DS-Modelle. Göttlich haben sich die Passagiere einst in den luxuriösen DS-Sänften gefühlt. Etwas knapper und härter geht es im neuen DS3 zu. Er ist ein Ableger des kompakten C3 und der Vorbote einer kompletten Reihe weiterer Varianten, die als DS4 und DS5 Ausdruck besonderen Geschmacks sein sollen.

Noch nie hat die Autowelt Individualisten eine solche Spielwiese geboten. Wer will, kann die Karosserie, das Dach, die Außenspiegel und Räder jeweils in unterschiedlichen Farben bestellen. Elf Karosseriefarben bietet Citroën an als Kombination mit fünf Dachfarben. Für das Armaturenbrett stehen acht Design-Varianten bereit. Zusätzlich können vier Dekorfolien aufs Dach geklebt werden. Da alles bunt miteinander würfelbar ist, dürfte kein DS3 so aussehen wie der andere.

Es werden nicht die zur Bequemlichkeit neigenden Senioren sein, die Citroën für seine 3,95 Meter kurze "Göttin" als Zielgruppe im Auge hat. Denn nicht nur die schrillen Farben und schillernden Konsolen im Innenraum sprechen ein eher jugendliches Publikum an. Und als Dreitürer erfordert das Einsteigen in den Fond Gelenkigkeit sowie Bescheidenheit beim Platzbedarf. Das gilt ebenso für die rückwärtige Aussicht. Die hinteren Seitenscheiben passen sich ja harmonisch der eigenwilligen Optik an, doch für den Ausblick taugen sie nur bedingt.

Die Zielgruppe des kecken Franzosen mag es sportlich, glaubt man bei Citroën, und so erhielt der DS3 ein strafferes Fahrwerk und ein Motorenangebot, das kaum Wünsche offen lassen dürfte. Zwei Turbodiesel mit 92 und 112 PS sowie drei Benziner mit 95, 120 und 156 PS stehen zur Auswahl. Schon der kleinste Diesel überrascht mit hoher Durchzugskraft bei guter Laufkultur. Unbändig ist die Kraft des Spitzen-Benziners, der es bis Spitzentempo 214 km/h bringt. Das verlangt bei einem Kleinwagen ein sicheres Händchen und einen gut beherrschten Gasfuß.

In der Basisversion "chic" steht der DS3 mit dem 95-PS-Benziner mit 15.200 Euro in der Preisliste. Angesichts der komfortablen Ausstattung, unter anderem mit Tempomat, elektrischen Fensterhebern und Lederlenkrad, ergibt sich daraus noch ein Preisvorteil gegenüber dem viertürigen C3.

Typenblatt Citroën C3 DS

Länge/Breite/Höhe (in m): 3,94, 1,72, 1,46
Kofferraum: 285 l
Motorisierung: Benzin: von 1,4-Kubikzentimeter-Motor mit 70 kW/95 PS, Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h, Verbrauch: 5,8 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 134 g/km bis 1,6-Liter-Turbo-Motor mit 115 kW/156 PS, Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h, Verbrauch: 6,7 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 155 g/km, Diesel: von 1,6-Liter-Motor mit 68 kW/92 PS, Höchsttempo: 180 km/h, Verbrauch: 4,0 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 104 g/km bis 1,6-Liter-Motor mit 82 kW/112 PS, Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h, Verbrauch: 4,5 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 118 g/km

Preise ab 15.200 Euro.

 
erschienen am 05.03.2010 ( Von Hubert Kemper )
 
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