Foto: dapd

Druckstellen durch Zahnprothesen lassen sich meist rasch beheben

Zuerst zum Zahnarzt

Erftstadt (dapd). Zahnersatz kann schmerzhafte Druckstellen verursachen. "In der Regel ist entweder eine neue, noch nicht perfekt angepasste Prothese die Ursache oder eine alte Prothese, die sich gelockert hat und daher nicht mehr optimal sitzt", erklärt Mathias Eubisch vom Deutschen Zahnärzte Verband. Ist eine Druckstelle entstanden, müsse daher in jedem Fall erst einmal ein Termin beim Zahnarzt ausgemacht werden. "Dieser kann dann auch andere mögliche Gründe wie etwa die Aphten genannten schmerzhaften Mundbläschen oder einen kleinen Tumor ausschließen.

Steht die Prothese als Verursacher fest, wird meist einfach ein wenig Kunststoffmaterial abgetragen oder im Fall einer lockeren Prothese die Unterfüllung erneuert. "Sobald sie richtig sitzt, spürt der Patient die Druckstelle in der Regel auch nicht mehr", sagt der Zahnarzt aus Erftstadt bei Köln. Darum kann die Prothese auch sofort wieder getragen werden. "Der Patient erhält meist eine antiseptische Salbe mit nach Hause, von der er mit einem Wattestäbchen oder mit dem Finger mehrmals täglich ein wenig auf die wunde Stelle aufträgt." Nach zwei bis drei Tagen sollte dann alles verheilt sein. Besondere Vorsicht sei allerdings bei Patienten mit einer Immunschwäche angebracht: "Die wunde Haut ist eine potenzielle Eintrittspforte für Bakterien, von denen im Mund so einige herumschwirren. Hier muss der Heilungsprozess besonders sorgfältig kontrolliert werden." Betroffene sollten ihren Zahnarzt daher im Zweifelsfall noch einmal auf derartige gesundheitliche Probleme hinweisen.

dapd

 
erschienen am 17.12.2010
© Copyright dapd Nachrichtenagentur GmbH
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern