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Ein Puzzlespiel mit Blöcken und Mischungen
Beim Winterreifen kommt es auf ausgewogene Leistung auf jedem Untergrund an
Hanau (dapd). Es gibt nur einen Bestandteil, der im jahrzehntelangen Verlauf der Produktion von Autoreifen unangetastet blieb: die Farbe Schwarz. Alles andere hat sich in rasantem Stil weiterentwickelt. Das gilt besonders für den Winterreifen. "Wenn man die letzten zwei Jahrzehnte für eine Bilanz zugrunde legt, dann haben wir bei Kriterien wie Nässe, Schnee und Trockenheit gewaltige Fortschritte erzielt", sagt Bernd Löwenhaupt, Entwicklungsdirektor beim Reifenhersteller Dunlop. Dem stimmt Frank Volk von TÜV Süd zu: "Alle europäischen Markenhersteller haben deutlich nachgelegt. Zwischen Winterreifen von vor 20 Jahren und den modernen Pneus liegen Welten."
Wie krass die Unterschiede sind, wurde bei einem besonderen Vergleichstest auf Eis und Schnee im nordschwedischen Are deutlich. Solche Erprobungen gehören bei allen Reifenherstellern zum festen Programm, zumeist nördlich des Polarkreises. "Natürlich testen wir auch auf Rollprüfständen mit einer aufgezogenen Eisschicht und Versuche in einer Skihalle bleiben auch immer ein Thema. Grundsätzlich sind Schnee und Eis in der Natur aber durch nichts zu ersetzen, um optimale Ergebnisse zu erzielen", begründet Dunlop-Manager Löwenhaupt den Aufwand.
In Are ließen Dunlop-Entwickler ihr jüngstes Produkt gegen einen original nachgebauten Typ M2 antreten. Der galt vor 20 Jahren als ein Spitzenmodell seiner Gattung. Der Oldie-Pneu bekam in keiner Disziplin einen Stich. Ob beim Anfahren auf Eis oder Schnee oder in den Disziplinen Kurvenfahrt und Bremsen, mal kreiselten die Testwagen mit den alten Reifen aus der Spur oder kamen nur zögerlich voran.