Foto: dapd
Ein altes Märchen
Lesen bei spärlicher Beleuchtung verdirbt nicht die Augen
Senden (dapd). Kinder lesen gerne heimlich unter der Bettdecke Geschichten im Schein der Taschenlampe. Und die Erwachsenen lümmeln gemütlich mit einem Buch auf dem Sofa - bei schummriger Beleuchtung. "Das verdirbt die Augen!", heißt es immer. Unsinn, sagt Georg Eckert, Augenarzt im schwäbischen Senden und Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte.
"Lesen bei spärlichem Licht ist nicht gefährlich. Das ist ein altes Märchen, das einfach nicht stimmt." Er fügt allerdings ein "Aber" hinzu: "Fehlsichtigkeiten treten bei schlechtem Licht stärker hervor. Das heißt im Umkehrschluss: Mit sehr gutem Licht kann man Fehlsichtigkeiten kaschieren." Das heißt also beispielsweise, dass man bei intensiver Beleuchtung oder auch hellem Tageslicht auf die Lesebrille verzichten kann, während man abends und bei schwacher Beleuchtung auf sie angewiesen ist. Schlimmer würden Sehfehler aber auch bei regelmäßigem Lesen unter der Bettdecke oder im romantischen Schummerlicht nicht.
dapd