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Endlich Nichtraucher!
Rückfallgefahr besteht noch drei bis vier Jahre
Saarbrücken (ddp). Viele Raucher wollen ihr Laster lieber heute als morgen loswerden. Denn es drohen Krebserkrankungen, Herzinfarkt und Asthma. Nikotinhaltige Ersatzpräparate wie Nasensprays oder Pflaster seien durchaus sinnvoll bei der Raucherentwöhnung, sagt Gernot Schiefer, Psychoanalytiker aus Saarbrücken. Denn Rauchen sei eine körperliche Sucht. "Je länger man raucht, desto stärker ist Nikotin am Gehirnstoffwechsel beteiligt." Um Entzugserscheinungen zu minimieren, sei daher ein langsames und kein abruptes Absenken der täglichen Nikotindosis sinnvoll. Und genau das geschehe bei der Nikotinersatztherapie.
Mit dem Rauchen sei aber mehr verbunden, als die bloße Nikotinaufnahme. "Der ganze Rauchakt ist eine Inszenierung: Das Öffnen der Zigarettenpackung, das Anzünden der Zigarette, die Inhalation des Rauches", sagt Schiefer. Besonders in Gesellschaft, wie beispielsweise bei einem Betriebsfest, werde dieses Verhalten regelrecht zelebriert, und Aufhörwillige werden schwach. Solche Verführungssituationen sollten zumindest in der Anfangsphase gemieden werden.
Es dauert lange, bis man zum Nichtraucher wird: "Drei bis vier Jahre besteht noch eine Rückfallgefahr", sagt Schiefer. "Ein Rückfall kann sogar hilfreich sein." Denn der Betroffene solle dann genau analysieren, wie es dazu gekommen ist. Litt er unter Stress oder Depressionen? Situationen, die zu dem Rückfall geführt haben, könnten laut Schiefer dann künftig besser verhindert werden.
(ddp)