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Fit bleiben bei der Blutspende

Vorher gut essen und trinken - Alkohol ist zwölf Stunden tabu

Braunschweig (dapd). Blut zu spenden, ist vielen nicht ganz geheuer: Sie haben Angst, beim Aderlass umzukippen oder sich mit einer Krankheit zu infizieren. "Diese Sorgen sind jedoch unbegründet", erklärt Ehrhard Kellner vom Bundesverband Deutscher Hausärzte. "Infektionen können ausgeschlossen werden, da ausschließlich sterile Einwegnadeln verwendet werden." Wer kein Blut sehen könne, sage dies am besten bereits beim Eingangsgespräch.

Die Blutspende wird im Liegen durchgeführt, Kreislaufprobleme seien aber schon aufgrund der Zulassungskriterien äußerst selten: Spenden dürfen nur gesunde volljährige Personen unter 69 Jahren mit stabilem Blutdruck und einem Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm. "Vor dem Spenden sollte man gut essen und trinken, danach gibt es meist einen kleinen Imbiss", erläutert der Allgemeinarzt aus Braunschweig. In den zwölf Stunden vor der Blutabnahme darf der Spender keinen Alkohol zu sich genommen und in den vergangenen vier Wochen keine Drogen konsumiert haben. Auch ein frisch gestochenes Piercing oder Tattoo führt für fünf Monate zum Ausschluss.

Die Häufigkeit von sogenannten Vollblutspenden ist bei Männern auf sechs Mal im Jahr begrenzt, bei Frauen auf vier Mal, jeweils mit einem Mindestabstand von zwei Monaten. "Bei jungen Frauen und Vegetariern sollte man den Eisenhaushalt im Blick behalten, aber Gesundheitsrisiken entstehen durch die Spenden nicht", erklärt Kellner. Plasmaspenden, für die kommerzielle Anbieter zwischen 15 und 50 Euro zahlen, sind deutlich häufiger möglich, ihre Anzahl und der Abstand zwischen den Spenden werden an den Spender angepasst. "Ich rate meinen Patienten jedoch zur Vollblutspende, da nur aus diesem alle Blutproduktarten hergestellt werden können." Zudem könne durch häufiges Einstechen die Vene verknorpeln, was das Stechen erschwere - das ist besonders ärgerlich, wenn der Spender selbst einmal eine Injektion benötigt.

Ein zusätzliches Plus neben dem Gefühl, möglicherweise ein Leben gerettet zu haben, ist für viele Blutspender der inbegriffene Gesundheitscheck: "Vor der eigentlichen Spende wird eine kleine Probe auf Krankheiten wie HIV und Hepatitis untersucht", erläutert der Allgemeinmediziner: "Außerdem erhält der Spender einen Unfallhilfe- und Blutspenderpass, in den unter anderem die ermittelte Blutgruppe eingetragen wird." Diese Informationen können im Notfall eine wichtige Zeitersparnis bedeuten.

dapd

 
erschienen am 30.12.2010
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