Saftvariationen aus der Natur sind nicht nur echte Vitaminbomben, sondern sie enthalten lauch andere wichtige Nahrungsbestandteile wie Mineralstoffe und natürliche Antioxidantien.Foto: Carmen Steiner/fotolia.de
Gesunde Erfrischung - Obst- und Gemüsesäfte bringen Körper und Geist auf Trab
Ein echter Fitmacher ist eine Kombination aus Ananas, Mango, schwarzer Johannisbeere und Karottensaft
Nürnberg. Im Sommer ist der Durst ein ständiger Begleiter. Wer nicht ständig Wasser trinken will und sich dennoch etwas Gutes tun möchte, dem bieten Säfte eine leckere Alternative. Ganz nach den eigenen Vorlieben lassen sich erfrischende Drinks aus Obst und Gemüse mit der eigenen Saftpresse mixen. Denn frischgepresste Säfte löschen nicht nur den Durst, sondern sie helfen auch der Gesundheit auf Trab, wie die Gesundheitsberaterin Marianne J. Voelk, Autorin des Buches "Säfte - Gesundheit und Genuss", erklärt.
Saftvariationen aus der Natur sind nicht nur echte Vitaminbomben, sondern sie enthalten laut Voelk auch andere wichtige Nahrungsbestandteile wie Mineralstoffe und natürliche Antioxidantien. Dabei muss man keineswegs ständig nur auf die altbekannte Orange zurückgreifen, sondern kann gerade im Sommer das ganze reichhaltige Früchteangebot nutzen - egal ob exotisch oder aus dem eigenen Garten. "Im Prinzip lassen sich fast alle Obstsorten zu Saft verarbeiten", sagt Voelk. Und wer mag, kann sie auch mit Gemüse oder anderen Beigaben anreichern.
Die Herstellung ist mittlerweile kinderleicht. Im Handel ist eine Vielzahl verschiedenster Modelle von Saftpressen und Entsaftern erhältlich, bei denen man nicht mehr schweißtreibend von Hand pressen muss. Wer sich etwas besonders Gutes gönnen möchte, besorgt sich eine Presse, bei der das Obst mit Hilfe von Walzen gepresst wird, wie die Autorin rät: "Dann entsteht weniger Schaum auf dem Saft."
Vor allem Rezepte, die nicht gar so süß sind, taugen als sommerlicher Durstlöscher. Ein echter Fitmacher sei zum Beispiel eine Kombination aus Ananas, Mango, schwarzer Johannisbeere und Karottensaft, erläutert Voelk. Als besondere Beigabe werden ein paar pürierte Mandeln unter den Saft gemischt. Wer es noch exotischer mag, sollte es nach Voelks Ratschlag mit der Mischung Mango, Papaya und Orange versuchen: "Dazu gibt man kleingehäckselte süße Datteln und ebenfalls pürierte Mandeln."
Besonders gut für die Abwehr von Krankheiten sind laut der Autorin viele Saftmischungen mit einer leicht bitteren Note. "Die Bitterstoffe stärken das Immunsystem", erklärt Voelk. Empfehlenswert sei etwa die Kombination aus Saft der Acerola-Kirsche mit Schwarzkirsch- oder Johannisbeersaft. "Hinzu kommen etwas Ananassaft und ein Esslöffel fein gemahlene Zitronenschale", erläutert die Autorin.
Wer dem Alter ein Schnippchen schlagen möchte, kann dies nach Voelks Angaben mit einer etwas pikanteren Mischung probieren, die "reichlich Wirkstoffe für die Zellerneuerung enthält". In die Presse wandern dafür Schwarzwurzel, Karotte, schwarze Johannisbeere, Lauch, rote Bete und Rotkohl. "Das ist ein echter Anti-Aging-Geheimtipp", betont Voelk.
Zum Nachsüßen der Obstsäfte ist Zucker tabu. Stattdessen könne man etwas Honig beigeben, rät Voelk. Eine frische Note verleihen Kräuter wie Melisse oder ein Hauch Minze. Ein Schuss Zitrone macht den frischen Saft, den man in einer Flasche mit Schraubverschluss aufbewahren sollte, zudem etwas länger haltbar, wie die Autorin erläutert: "Dann bekommt er nicht gleich eine braune Färbung, wenn er einen Tag steht." Länger als zwei Tage sollte man den Saft laut Voelk allerdings nicht aufbewahren, auch nicht im Kühlschrank.
(ddp/mid/esc)