Mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten und Fischen senken den Cholesterinwert.Foto: fotolia.de
Gesunder Lebensstil senkt Schlaganfall-Risiko deutlich
Tierische Fette, Zucker und Kochsalz meiden - Notfalls Werte mit Medikamenten senken
Berlin (apn). Mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und dem Verzicht auf Genussgifte lassen sich Gefäßschäden und eine zunehmende Verkalkung der Blutgefäße verhindern. Dadurch kann das persönliche Schlaganfall-Risiko deutlich verringert werden: "Durch eine gesunde Lebensführung lassen sich Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte bei vielen Menschen in einen normalen Bereich absenken, in dem sie keine gefäßschädigende Wirkung mehr ausüben können", sagt Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Dabei sollten täglich nicht mehr als fünf Gramm Kochsalz konsumiert werden, um ein Ansteigen des Blutdrucks zu vermeiden. Um erhöhte Cholesterinwerte zu vermeiden, sollte man tierische Fette wie in Wurst, Fleisch und Käse meiden und stattdessen mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten und Fischen konsumieren. Durch Verzicht auf stark zuckerhaltige Nahrungsmittel kann zudem einem hohen Blutzuckerspiegel entgegengewirkt werden, empfiehlt der Professor.
Alkohol sollte nur in moderaten Mengen und nicht täglich getrunken werden. "Rauchen beeinträchtigt die Gefäße und erhöht insbesondere in Kombination mit hohem Blutdruck das Schlaganfall-Risiko deutlich. Nikotinverzicht ist daher ein wichtiger Baustein der Schlaganfall-Vorbeugung", erklärt der Direktor der Klinik für Neurologie in Essen.
Mindestens 30 Minuten pro Tag bewegen
Erwachsene sollten sich zudem mindestens 30 Minuten am Tag bewegen. Dabei sollte sich der Puls etwas erhöhen und man sollte nur leicht außer Atem kommen: "Insbesondere das Trainieren der Ausdauerleistung kann einem Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig entgegenwirken. Dazu eignen sich beispielsweise Aktivitäten, wie Schwimmen, zügiges Spazierengehen oder Radfahren", rät der Professor. Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung helfen auch, Übergewicht abzubauen oder entgegenzuwirken, das ebenfalls mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko einhergeht.
Lassen sich Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte durch eine gesunde Lebensführung nicht in den Normalbereich absenken, sei eine gute medikamentöse Einstellung wichtig. Dies gelte ebenso bei Diabetes, der das Risiko für Gefäßverkalkung ebenfalls erhöht. Eine bereits eingetretene Verengung der Blutgefäße sollte neurologisch abgeklärt werden, erklärt Diener. Insbesondere verengte Halsschlagadern erhöhten das Schlaganfall-Risiko, könnten aber relativ gut erkannt und therapeutisch behoben werden.
(DAPD/is)
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