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Helle Flecken auf der Haut haben oft harmlose Ursachen

Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten

Karlsruhe (ddp). Spätestens Ende August hat sich bei den meisten Menschen die Winterblässe endgültig verabschiedet. Bei manchen allerdings zeigen sich am sommerbraunen Körper deutlich abgesetzte helle Flecken. "Dabei handelt es sich in vielen Fällen um eine Vitiligo genannte Pigmentstörung, auch bekannt als Weißfleckenkrankheit", sagt Dirk Meyer-Rogge vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. "Die Haut kann dabei an bestimmten Arealen einfach keine Pigmente bilden und bleibt trotz UV-Strahlung hell - was aber nur auf sonnengebräunter Haut auffällt. Vitiligo ist nicht gefährlich, belastet aber viele Patienten aus kosmetischen Gründen." Mittlerweile gebe es allerdings gute Behandlungsmöglichkeiten, etwa eine UV-Licht-Therapie mit dem Excimerlaser.

Helle Flecken können aber auch andere Ursachen haben: "Sind sie eher konfettiartig über bestimmte Areale verteilt, steckt oft ein Pilz namens Pityriasis versicolor dahinter, auch Kleieflechte genannt", erläutert Meyer-Rogge. Der lateinische Zusatz versicolor, zu Deutsch verschiedenfarbig, deutet eine Besonderheit des Pilzes an: Im Sommer erkennt man ihn an weißen Flecken, im Winter hingegen an hellbraunen. "Der Pilz an sich ist aber völlig harmlos und auch nicht ansteckend", beruhigt der Karlsruher Hautarzt. "Er kommt in der Umwelt vor und tritt nur bei Menschen auf, die eine Bereitschaft dafür haben." Bis heute rätseln die Mediziner, was die Haut der Betroffenen von der anderer Menschen unterscheidet. "Fakt ist, dass man den Pilz mit Cremes oder Tabletten gut behandeln kann. Allerdings brauchen die Patienten etwas Geduld, denn häufig kehrt der Pilz zurück. Genauso kann er aber nach einigen Jahren mit einem Mal ganz von selbst verschwinden."

ddp

 
erschienen am 08.09.2010
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